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Russland verliert an der heimischen Front: Wirtschaft um Jahre zurückgeworfen

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Von: Lucas Maier

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Während Russland weiter Krieg in der Ukraine führt, verschlechtert sich die wirtschaftliche Lage im eigenen Land. Die Zentralbank gesteht Wirkung der Sanktionen ein.

Moskau – Nach dem Überfall auf die Ukraine, folgt nun der Rollback in der Wirtschaft von Russland. Nachdem die Truppen von Wladimir Putin in den Ukraine-Krieg gezogen waren, wurden von den USA, der EU und anderen Staaten wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland verhängt.

Diese machen sich jetzt auch in den Zahlen bemerkbar, wie Bloomberg schreibt. Gegenüber dem US-amerikanischen Informationsdienstleister sprach der russische Ökonom, Alexander Isakov, von vier Jahren Rückschritt für die Wirtschaft in Russland. Dieser Rückschritt sei alleine im ersten Kriegsquartal entstanden.

Verluste für Russland: Sanktionen schwächen Wirtschaft

Die Sanktionen und der Handelskrieg mit der EU scheinen also Wirkung zu zeigen. Im Jahr der 2023 wird die russische Wirtschaft weitere 2 Prozent verlieren, so der Ökonom.

Grund hierfür sei unter anderem der Import-Stopp von russischer Energie in die EU. Das würde den Export nach unten drücken, sagte Isakov gegenüber Bloomberg.

Prognose aus Russland: Bericht der Zentralbank enthält Krisenszenario

Die Zentralbank von Russland veröffentlichte am Freitag (12. August) seine Prognose für die kommenden drei Jahre. Wirtschaft in Russland soll sich laut dieser Prognose im Jahr 2025 wieder bei einer Wachstumsrate von 1,5 % bis 2,5 % liegen.

Seit Ende Februar 2022 wird die Inflation in Russland erheblich von nicht monetären Faktoren wie den Folgen der Einführung umfangreicher Finanz- und Wirtschaftssanktionen gegen Russland beeinflusst.

Auszug aus der drei Jahresprognosen der Zentralbank von Russland

Sollte sich die Weltwirtschaft weiter verschlechtern und den russischen Exporten weitere Sanktionen auferlegt werden, könnte es für die Wirtschaft in Russland noch düsterer werden, so die Risikoprognose Zentralbank (liegt der Redaktion vor). Der Einbruch könnte heftiger ausfallen, als der der Finanzkrise von 2009. Sollte dieser Fall eintreten, rechnet die Bank erst im Jahr 2025 wieder mit wirtschaftlichem Wachstum. Und hier wird der Wachstumswert des Bruttoinlandsproduktes zwischen 0,0 und 1,0 Prozent angegeben.

Muss Russland mit weiteren Einbrüchen rechnen? Szenario zeichnet düstere Zukunft

In dem als Szenario, das als „Globale-Krise“ betitelt wird, erwartet die Bank für das Jahr 2023 zudem einen Einbruch zwischen 26 und 30 Prozent bei den Exporten (im Vergleich zum Vorjahr). Die Importen könnten in diesem Szenario erst im Jahr 2025 wieder ein Wachstum verzeichnen.

Ob das Krisenszenario der Zentralbank von Russland eintreten wird, werden die nächsten Jahre zeigen. Ob der wirtschaftliche Einbruch in Russland wirklich bisher tatsächlich geringer ausgefallen ist, konnte noch nicht unabhängig bestätigt werden, bisher lagen lediglich Einschätzungen aus Russland vor. (Lucas Maier)

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