ZDF-Frau will wachrütteln

„Es widert mich an ...“: Dunja Hayali wütet gegen Teile der Gesellschaft - und bekommt deutliche Antworten

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Bekommt viele positive Reaktionen auf einen emotionalen Facebook-Post: ZDF-Moderatorin Dunja Hayali

Nach den Morddrohungen gegen die Politiker Cem Özdemir und Claudia Roth reißt Dunja Hayali (ZDF) die User mit einem emotionalen Posting mit.

  • Grünen-Politiker Özdemir und Roth haben Morddrohungen erhalten
  • Mutmaßlich stecken Rechtsextremisten dahinter
  • Dunja Hayali (ZDF) erregt mit einem Facebook-Post dazu Aufsehen

Die Journalistin Dunja Hayali hat sich zu den Morddrohungen gegenüber Cem Özdemir und Claudia Roth geäußert. Sie könne nicht verstehen, wenn jemand diese Drohungen allzu leichtfertig hinnehme. So schrieb sie auf Facebook: "Wenn jemandem bei den aktuellen Meldungen zu den Morddrohungen gegen Cem Özdemir, Claudia Roth, Mike Mohring und weiteren reflexartig ein „recht so…“ oder „die sollen sich nicht so anstellen“ durch den Kopf geht, nur weil er oder sie mit der Politik, Tätigkeit, dem Aussehen, der Herkunft dieser Menschen oder was auch immer nicht einverstanden ist, hat er oder sie sich selbst bereits mit zum Bestandteil dieser Bedrohungsmaschinerie gemacht." 

Hayali verrät auch, dass sie selbst persönlich von solchen Drohungen betroffen war: "Gewalttaten und Morddrohungen werden statistisch erfasst. Statistisch. Zahlen also, hinter denen die einzelnen bedrohten oder angegriffenen Menschen fast verblassen. Natürlich wird es öffentlicher, wenn 'öffentliche' Personen bedroht werden. Natürlich wird dies dann auch presserelevant. Aber es ist nur die Spitze des Eisbergs. Und ich weiß, wovon ich rede. Nicht nur, weil auch ich Drohungen dieser Art immer mal wieder erhalte."

Die Drohungen an Dunja Hayali gipfelten im Dezember in einer Morddrohung. Diese veröffentlichte die Moderatorin auf Twitter.

ZDF-Moderatorin Hayali lehnt Verschwörungstheorien ab

Hayali weiter: "Ich weiß eben auch von Menschen, die nicht im Scheinwerferlicht stehen, denen es genau so ergeht."

Sie sagt, dass es eine real existierende Möglichkeit gebe, dass die Täter aus den "eigenen Reihen" kommen könnten. "Die Tat, die Drohung MUSS im Vordergrund bleiben, nicht Spekulation mit dem Ziel, politische Gegner zu diskreditieren. Der Rest ist Aufklärungsarbeit, Recherche, Verhaftung, Verhandlung und Verurteilung von denen, die tatsächlich handelten.

"Es widert mich an, wenn dann ständig versucht wird, Verschwörungshypothesen zu platzieren", so Hayali zudem. Die ZDF-Moderatorin und Journalistin ist nicht auf den Mund gefallen. Auch nach dem Mord an dem CDU-Politiker Walter Lübcke dieses Jahr postete sie einen wütenden Text auf Facebook.

Dunja Hayali (ZDF): „Es geht um uns alle“

Hayali rief dazu auf, dass die Gesellschaft sich selbst hinterfrage. "Was wir brauchen, ist eine Gemeinschaft von Demokraten, die zwar ihren inhaltlichen Diskurs austrägt, dabei aber sowohl auf polemische Sperenzchen, als auch auf Drohungen, Angstmacherei und Verschleierungen verzichtet. Denn in Wahrheit geht es nicht um Özdemir, Roth oder Mohring. Es geht um uns alle."

Hayali warnt: "Aus Gedanken werden Worte, aus Worten werden Taten." Der emotionale Appell der ZDF-Moderatorin findet auf Facebook sehr viel Anklang. Die große Mehrheit stützt Hayalis Aufruf. So kommentiert eine Frau: „Die Gewalt von rechts ist endlich ernst zu nehmen und wir müssen gemeinsam etwas dagegen tun. Ich kenne sehr, sehr viele Menschen, die sich einschüchtern lassen, sehr viele.“

Facebook-Kommenentare zu Post: „Danke, Frau Hayali...“

Ein männlicher User gibt jedoch auch zu bedenken, dass die Bedrohung heute nicht größer als früher sei, denn es sei ja nicht so „dass Neonazis erst in letzter Zeit angefangen haben zu morden.“ Es sei jedoch positiv, dass die Medien heute vermehrt über Übergriffe berichten würden, denn: „Früher hat man es halt als ‚Pech gehabt‘ akzeptiert, wenn man von irgendwelchen Nazischlägern zur falschen Zeit am falschen Ort erwischt wurde.“

Eine Leserin stimmt Dunja Hayali voll und ganz zu - und zwar ebenfalls sehr emtional: „Mich kotzt das so was von an mittlerweile, was manche Menschen für asoziale Sch***e von sich geben... Danke, Frau Hayali...“ Nach gerade einmal einem Tag hat der Post mehr als 900 Kommentare und wurde mehr als 3000 Mal geteilt.

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Der mutmaßliche Mörder von Walter Lübcke sprach nun zum ersten Mal mit einem TV-Team - und erklärt, warum der Kasseler Regierungschef ihn "wütend" machte.

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