Um 0,1 Prozent

Wirtschaftsweise heben Konjunkturprognose für 2018 leicht an

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat seine Konjunkturprognose für das laufende Jahr leicht angehoben.

Wiesbaden - Angetrieben vom weltweiten Konjunkturaufschwung wird die deutsche Wirtschaft nach Einschätzung führender Ökonomen ihr Tempo in diesem Jahr noch einmal erhöhen. Deutschland befinde sich in einer Hochkonjunkturphase, erklärte der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung am Mittwoch in Wiesbaden. Das Beratergremium der Bundesregierung erwartet einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 2,3 Prozent in diesem Jahr. Im Herbst hatten die Ökonomen - besser bekannt als die fünf „Wirtschaftsweisen“ - ein Plus von 2,2 Prozent vorhergesagt.

Als Hauptgrund für die Korrektur nach oben nannten die „Wirtschaftsweisen“ das verbesserte außenwirtschaftliche Umfeld. „Die Weltwirtschaft erlebt derzeit die erste synchrone Expansionsphase seit Ausbruch der Finanzkrise vor rund zehn Jahren.“

„Protektionistische Maßnahmen hätten negative Auswirkungen“

Zugleich warnten die Ökonomen vor wachsenden Risiken, insbesondere durch die angekündigte Zollerhöhung auf Stahl und Aluminium durch US-Präsident Donald Trump. Für die Fortsetzung des globalen Aufschwungs sei ein reibungslos funktionierender Welthandel von zentraler Bedeutung, argumentierten die Experten. „Eine Spirale aus protektionistischen Maßnahmen hätte deutliche negative Auswirkungen auf die globale und die deutsche Wirtschaft.“

Im vergangenen Jahr war die deutsche Wirtschaft um 2,2 Prozent gewachsen. Für 2019 sagte der Sachverständigenrat ein Plus von 1,8 Prozent voraus.

dpa/Afp

Rubriklistenbild: © dpa / Rainer Jensen

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