Der Deutsche Wetterdienst klärt auf

Gewitter-Phänomen führt bei Kachelmann zu bemerkenswerter Reaktion - „Das kalte Abrotzen ...“

Jörg Kachelmann hat bei Twitter einen Clip geteilt, den er mit „das kalte Abrotzen der Gewitter" untertitelt. Doch was hat es mit dem darauf erklärten Wetterphänomen auf sich?

  • Jörg Kachelmann hat bei Twitter mit einem Clip auf ein Wetter-Phänomen hingewiesen.
  • Er bezeichnete es als „das kalte Abrotzen der Gewitter“.
  • Was es mit dem widersprüchlichen Phänomen auf sich hat, erklärt der Deutsche Wetterdienst.

Unser Artikel vom 22. Juli 2020: Jörg Kachelmann ist Meteorologe und informiert unter anderen auf seiner eigenen Website über das Wetter. Über Twitter teilt er oft die Inhalte seiner Plattform. Auch als das Wetter am Sonntagabend vor allem im Osten Deutschlands verrückt spielte, lieferte er Infos dazu.

Beispielsweise wies er mit einem Clip auf ein mysteriöses und gar widersprüchliches Wetter-Phänomen hin. Er beschrieb es geradeheraus als „das kalte Abrotzen der Gewitter in alle Richtungen".

Wetter: Jörg Kachelmann weist auf mysteriöses Unwetter-Phänomen

Der kurze Satellitenfilm, den Kachelmann als Animation geteilt hatte, zeigt mehrere mehrfarbige Flecken, die sich in entgegengesetzte Richtungen zeigen. Sie stehen für Regenschauer oder Gewitter und beschreiben das Wetter in Brandenburg, Berlin und an der ostdeutsche Grenze zu Polen am Sonntagabend zwischen 18 und 21 Uhr.

„Das ist die Böenfront, die nach Westen zieht, obwohl die Gewitter nach Osten ziehen“, betitelt Kachelmann den Clip. Und bezeichnet das Unwetter-Phänomen als „das kalte Abrotzen der Gewitter in alle Richtungen“. Das Widersprüchliche: Logisch gesehen würde man erwarten, dass Gewitterwolken mit dem Wind* in dessen Richtung getragen werden.

Während sich ein Follower über die Ausdrucksweise des Wetter*-Experten amüsiert, wundern sich andere über das mysteriöse Phänomen. „Äh, wie ? ABROTZEN ? Ein Fachbegriff aus der Meteorologie ? Herrlich“, schreibt ein User. Ein anderer hält den Clip für „verstörend“ und meint er „gibt Raum für Verschwörungstheorien.“

Wetter-Phänomen „Outblow-boundary-Effekt: Was hat es damit auf sich?

Doch wie der Deutsche Wetterdienst gegenüber der Funke Mediengruppe erklärte, handelt es sich bei Gewitterwolken, die sich entgegen der Windrichtung bewegen, um einen bekannten Effekt.

„Es handelt sich um einen so genannten Outblow-boundary-Effekt“, zitiert derwesten.de den Pressesprecher und Tornadobeauftragte Andreas Friedrich. „Das kann dazu führen, das kalte Luftmassen aus einem Gewittergebiet sich auch gegen die eigentliche Ausbreitungsrichtung der Gewitter verlagern kann.“ *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa / Tobias Hase

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