Ein Jahr nach Giftgas-Angriff in Syrien

Westliche Allianz: „Verantwortliche werden zur Rechenschaft gezogen werden“

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Nach über sieben Jahren Bürgerkrieg ist Baschar al-Assad nach wie vor Staatspräsident Syriens.

Der deutsche Außenminister Heiko Maas (SPD) und seine Amtskollegen aus den USA, Großbritannien und Frankreich äußerten sich am Mittwoch zum Giftgasangriff in Syrien vor einem Jahr.

Zum ersten Jahrestag des Giftgasangriffs auf die syrische Stadt Chan Scheichun haben Deutschland und andere westliche Staaten ihre Entschlossenheit bekräftigt, den syrischen Machthaber Baschar al-Assad dafür zur Rechenschaft zu ziehen. "Wir werden nicht ruhen, bis den Opfern dieser schrecklichen Angriffe in Syrien Gerechtigkeit widerfährt", erklärten die Außenminister Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens und der USA am Mittwoch.

Heiko Maas (SPD), Jean-Yves Le Drian, Boris Johnson und der geschäftsführende US-Außenminister John Sullivan verurteilten in einer gemeinsamen Erklärung jeglichen Einsatz chemischer Waffen. "Wir sind entschlossen sicherzustellen, dass alle für ihren Einsatz Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden", schrieben sie und machten ausdrücklich den syrischen Machthaber Assad für den Giftgasangriff in Chan Scheichun verantwortlich.

Vor einem Jahr waren 83 Menschen getötet worden

Zudem warfen sie Assads Verbündeten Russland vor, seiner Verantwortung nicht nachgekommen zu sein, nachdem es im September 2013 zugesagt hatte, dafür zu sorgen, dass Syrien alle seine Chemiewaffen vernichtet. Seitdem hätten Ermittler des UN-Sicherheitsrats vier Giftgasangriffe durch Assads Truppen belegt, kritisierten die Außenminister. Statt zu handeln, habe Russland jedoch weitere Ermittlungen unterbunden.

Bei dem Angriff in der nordsyrischen Kleinstadt Chan Scheichun waren am 4. April 2017 mindestens 83 Menschen durch das Nervengas Sarin getötet worden. US-Präsident Donald Trump ordnete daraufhin als Vergeltung einen Luftangriff auf den syrischen Luftwaffenstützpunkt an, von dem der Angriff geflogen worden war. Die syrische Regierung und Russland bestreiten bis heute jede Verantwortung für den Angriff auf Chan Scheichun.

AFP

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