Absatz- und Gewinnsteigerung

Milliardengewinn trotz Dieselkrise: Was macht VW so erfolgreich?

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2017 lieferte die VW-Gruppe 10,74 Millionen Fahrzeuge an Kunden in aller Welt aus, gut vier Prozent mehr als ein Jahr zuvor. 

Krisengebeutelt? Von wegen. Der Volkswagen-Konzern legte 2017 das erfolgreichste Geschäftsjahr seines Bestehens hin. Worauf der Aufschwung von Europas größtem Autobauer zurückzuführen ist.

Wolfsburg - Trotz der Debatten um Fahrverbote und Milliardenlasten aus der Diesel-Affäre hat Volkswagen im vergangenen Jahr wieder üppige Gewinne eingefahren. Mit unterm Strich rund 11,4 Milliarden Euro fiel der Nettogewinn mehr als doppelt so hoch aus wie im Vorjahr, wie der Konzern am Freitag auf der Basis vorläufiger Zahlen mitteilte.

Gleichzeitig stieg der Überschuss damit über das Niveau des letzten vollen Jahres vor dem Bekanntwerden der Software-Manipulationen an Diesel-Motoren - nämlich 2014. Und das, obwohl die Wolfsburger erneut mehrere Milliarden Euro für die Bewältigung der Dieselkrise verbuchen mussten.

Software, Hardware, Abwracken - wo steht der Diesel?

Das "hervorragende finanzielle Ergebnis" gebe Volkswagen "eine starke Basis" für die tiefgreifenden Umbrüche, vor denen die Industrie stehe, erklärte Konzernchef Matthias Müller.

Das sind die Gründe, warum VW wirtschaftlich so gut dasteht

Die Umsatzsteigerung ist laut Volkswagen vor allem auf die starken Verkaufszahlen sowie eine gute Geschäftsentwicklung im Konzernbereich Finanzdienstleistungen zurückzuführen:

2017 lieferte die VW-Gruppe mit den dazugehörigen Konzerntöchtern VW, Audi, Skoda, Seat und Porsche 10,74 Millionen Fahrzeuge an Kunden in aller Welt aus. Dies bedeutet eine Steigerung von gut vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz stieg um 6,2 Prozent auf 230,7 Milliarden Euro.

Alleine die Kernmarke Volkswagen hatte 2017 weltweit rund 6,23 Millionen Autos verkauft, was ein Plus von 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. "Damit ist das vergangene Jahr das bisher erfolgreichste in unserer Geschichte", ließen die Wolfsburger wissen. Haupttreiber als größter Einzelmarkt sei China mit etwa drei Millionen verkauften Fahrzeugen gewesen.

Ebenfalls am Freitag sollte Vorstandschef Matthias Müller den Aufsichtsrat neben dem Geschäftsverlauf auch über die umstrittenen Tierversuche mit Diesel-Abgasen an Affen informieren. Diese Versuche hatten VW sowie Daimler und BMW mitfinanziert.

dpa/AFP/PF

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