Wenn Europa abstimmen dürfte...

Donald Trump in vier eindeutigen Grafiken: So wenig vertraut ihm noch die Welt

Eine Illustration zeigt das Vertrauen in US-Präsident Donald Trump im Vergleich zu seinem Vorgänger Barack Obama.
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Im Vergleich zu Barack Obama hat das Amt des US-Präsidenten mit Donald Trump deutlich an Vertrauen eingebüßt.

Donald Trump kann froh sein, dass der Wahlausgang nicht in Deutschland entschieden wird: Eine Woche vor der Wahl zeigen vier Grafiken deutlich, wie der US-Präsident im Ausland gesehen wird.

  • Die meisten Deutschen misstrauen Donald Trump. Das ergebenn neue Umfrage-Daten.
  • Unsere vier Grafiken zeigen, wie wenig Vertrauen der US-Präsident noch genießt.
  • Der Blick auf einzelne Länder ergibt jedoch auch überraschende Ausreißer.

Washington - Am 3. November wird die amerikanische Bevölkerung entscheiden, wer die USA demnächst führen soll: der amtierende US-Präsident Donald Trump* oder sein Herausforderer Joe Biden*. Dürften Nicht-Amerikaner bei den US-Präsidentschaftswahlen 2020* ihre Stimme abgeben, wäre das jedenfalls Ergebnis klar: Die allermeisten würden Donald Trump nicht unterstützen. Denn die Mehrheit der Bevölkerung anderer Länder hat inzwischen sehr wenig Vertrauen in den Republikaner. Das hat eine internationale Umfrage des Pew Research Centers ergeben - wir illustrieren deren Daten hier in vier Grafiken, die viel über die Wahrnehmung von Donald Trump sagen.

Demnach fiel das Vertrauen in den US-Präsidenten in allen 13 untersuchten Ländern sehr gering aus. Am wenigsten Vertrauen ergab sich unter dänischen, belgischen und deutschen Befragten. Im Vergleich schnitt Donald Trump* in den traditionell US-freundlichen Ländern Australien und Japan noch am besten ab. Mit einem Wert von rund einem Viertel fällt jedoch auch dort, das Vertrauen nicht besonders groß aus.

US-Präsident Trump: Ein Präsident, dem die Deutschen misstrauen

Neben der Momentaufnahme untersuchten die Forschenden auch das Vertrauen in den US-Präsidenten im Zeitverlauf. Seit dem Amtseintritt von George W. Bush lässt sich hier für die deutsche Bevölkerung ein klares Bild ablesen: Das Vertrauen in den republikanischen Präsidenten fiel mit unter 50 Prozent eher gering aus. Mit der Amtsübernahme des Demokraten Barack Obama änderte sich das schlagartig und das Vertrauen nahm stark zu. Obama erreichte Vertrauenswerte bis zu 93 Prozent. Als Donald Trump die Wahl 2016 für sich entschied, stürzte die Kurve ab - dem aktuellen US-Präsidenten vertrauen die Deutschen mit rund 10 Prozent kaum.

Auch im Vergleich zu anderen Staatsoberhäuptern und Regierungschefs steht Donald Trump schlecht da. Unter den sechs vom Pew Research Center untersuchten Politikern belegt er den letzten Platz - noch hinter Chinas Staatspräsidenten Xi Jingping. Bundeskanzlerin Angela Merkel* belegt hingegen den ersten Platz, gefolgt von Emmanuel Macron und Boris Johnson.

Überwiegend negativ: Die Wahrnehmung der USA im internationalen Vergleich

Zudem fällt auch die Wahrnehmung der USA in den 13 untersuchten Ländern auch über US-Präsident Trump hinaus gering aus. Am negativsten ist die Wahrnehmung in Belgien, Deutschland und den Niederlanden. Lediglich in Südkorea liegt die Zustimmung über 50 Prozent.

Wer am 3. November das Rennen um das Weiße Haus machen wird, entscheiden jedoch nicht die Menschen in Deutschland, Dänemark oder Japan. Sondern die US-Amerikaner werden ihre Stimmen Donald Trump oder Joe Biden geben. Ob die USA nach den Wahlen international mit ihrem neuen oder alten Präsidenten anders wahrgenommen werden, wird sich also noch zeigen. (lb) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetwerk

Transparenz: Unsere Daten, Quellen und Methoden

Die dargestellten Daten zur Wahrnehmung der USA und Donald Trumps basieren auf den Erkenntnissen der Studie „U.S. Image Plummets Internationally as Most Say Country Has Handled Coronavirus Badly“ des Pew Research Centers. Nähere Informationen zur Methodik der Forschenden finden Sie im Gesamtbericht der Veröffentlichung.

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