Live bei Wahlkampfveranstaltung

US-Wahl 2020: Biden mit peinlichem Aussetzer im Wahlkampf - Kameras fangen alles ein und Trump reagiert direkt

Bei einer digitalen Wahlkampfveranstaltung versprach sich der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden. Seine Kritiker nahmen den Aussetzer dankbar an.

  • Am vergangenen Sonntag, den 25. 10. 2020, fand Bidens digitale Wahlkampfveranstaltung „I Will Vote Concert“ statt.
  • Während eines Interviews kam es zu einem kritischen Versprecher auf Seiten Bidens.
  • Trump und seine Kritiker nahmen dies zum Anlass um erneut die Gesundheit Bidens anzuzweifeln.

Washington - Die gesundheitliche Fitness der Präsidentschaftskandidaten ist immer wieder Thema bei US-amerikanischen Wahlkämpfen. Jedes Anzeichen von Schwäche kann von den Wählern und Wählerinnen schnell als Zeichen von Unfähigkeit bezüglich der Amtsausübung interpretiert werden. Das ist nicht erst seit der US-Wahl 2020* so. Allerdings wird im aktuellen Wahlkampf besonders auf den gesundheitlichen Zustand der Kandidaten geschaut - aufgrund des hohen Alters beider Kandidaten. Fehltritte in diese Richtung sind also eigentlich nicht erlaubt. Dem demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden unterlief bei seiner digitalen Wahlkampfveranstaltung „I Will Vote Concert“ jetzt jedoch einer, der die Wähler und Wählerinnen potentiell an seiner Gesundheit zweifeln lassen könnte.

Biden verspricht sich auf Wahlkampfveranstaltung zur US-Wahl 2020

Laut der „NZZ“ treten amerikanische Präsidenten ihr Amt durchschnittlich im Alter von 55 Jahren an. Donald Trump war bei seinem Amtsantritt vor vier Jahren schon ganze 70 Jahre alt und wurde damit der bisher älteste Amtsinhaber in den USA. Wird Joe Biden Präsident, würde er diesen Rekord knacken - bei seiner Amtseinführung* wäre er 78 Jahre alt. Bei seiner Wahlkampfveranstaltung „I Will Vote Concert“ unterlief Joe Biden* jetzt ein Versprecher, der seinen Kritikern erneutes Futter geben könnte. Der demokratische Präsidentschaftskandidat sprach über die bevorstehende Wahl und die Zukunft des Landes, dabei kam es zu einem gedanklichen Aussetzer. Er verwechselte anscheinend den amtieren Präsidenten mit einem Bush - also mit einem Vorgänger, entweder George W. Bush oder dessen Vater George H. W. Bush - beides ehemalige US-Präsidenten.

So begann Biden seinen Satz mit „Was für ein Land werden wir sein? Vier weitere Jahre mit George....“, daraufhin begann er sich etwas zu verhaspeln, sagte erneut den Namen „George“, brach den Satz ab und begann dann einen komplett neuen Satz. Diesmal mit dem richtigen Namen: Trump.

US-Wahl 2020: Donald Trump reagiert auf Joe Bidens Aussetzer

Auf Twitter kommentierten viele Nutzer das dazugehörige Video, teilweise auch in sarkastischer Art und Weise. So schrieb der Nutzer Bob Miller, dass ihm die Gebärdendolmetscherin leid tun würde. Und auch die Antwort seines Kontrahenten Donald Trump* lies nicht lange auf sich warten, der reagierte auf Twitter mit den Worten: „Joe Biden nannte mich gestern George. Er konnte sich nicht an meinen Namen erinnern. Bis er Hilfe von den Moderatoren bekam. Das Fake-News-Kartell macht Überstunden, um die Geschichte zu vertuschen.“

Die Gesundheit der Kandidaten ist jedoch bei weitem nicht das einzige Thema, welches die Menschen vor der Präsidentschaftswahl 2020 bewegt*. Der Amtsinhaber liegt vor der Wahl am 3. November in Umfragen hinter seinem Herausforderer von den oppositionellen Demokraten. International gesehen ist das Vertrauen in Donald Trump denkbar schlecht, das zeigt eine Umfrage in 13 Ländern.*(lb)*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Netwerks.

Rubriklistenbild: © Evan Vucci/Patrick Semansky

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