Erster Angriff dieser Art in Lybien

US-Militär: Zwei Al-Kaida-Mitglieder in Libyen getötet

Das US-Militär hat bei einem Drohnenangriff in Libyen nach eigenen Angaben zwei Mitglieder des Terrornetzwerks Al-Kaida getötet.

Stuttgart - Das US-Militär hat bei einem Drohnenangriff in Libyen nach eigenen Angaben zwei Mitglieder des Terrornetzwerks Al-Kaida getötet. Der Angriff sei am Samstag nahe des Ortes Ubari erfolgt, teilte das Afrikakommando der Streitkräfte am Mittwoch in Stuttgart mit. Bei einem der Getöteten handele es sich um Musa Abu Dawud, ein ranghohes Mitglied Al-Kaidas im islamischen Maghreb (AQIM).

Die Gruppe ist für zahlreiche Anschläge in der Region verantwortlich. Ihr Stammland ist Algerien. AQIM versucht aber, auch andere Länder zu destablisieren. Laut einem Africom-Sprecher war es das erste Mal, dass das US-Militär die Gruppe in Libyen angriff.

In den vergangenen beiden Jahren gingen die amerikanischen Streitkräfte in dem tief gespaltenen Bürgerkriegsland gegen den Islamischen Staat (IS) vor. Der Terrormiliz war es dort gelungen, erstmals außerhalb ihres Kernlandes in Syrien und dem Irak ein kleines Herrschaftsgebiet am Mittelmeer aufzubauen. Im Dezember 2016 eroberten libysche Milizen jedoch die Stadt Sirte von den Terroristen zurück. Seitdem kontrolliert der IS in Libyen kein Territorium mehr. Es gibt aber Befürchtungen, die Gruppe könne sich angesicht des Chaos in dem Land neu formieren.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / Tech. Sgt. James L. Harper (Symbolbild)

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