Die Börsen am Freitag

US-Handelskonflikt und Inflationsangst belasten Börsen weiter

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Die Börse in Frankfurt hat eine schwere Woche hinter sich.

Dies war keine gute Woche für den Deutschen Aktien Index. Grund hierfür sind die aktuell turbulenten Zeiten, die auf negative Signale von Außen zurückzuführen sind.

Frankfurt/Main - Zinsängste, politische Unsicherheiten wie die Wahl in Italien und nun auch noch ein drohender Zollkonflikt mit den USA: Derzeit treiben reichlich Themen den Anlegern Sorgenfalten auf die Stirn. Nach seinem abermaligen Kursrutsch dürfte sich der Dax auch in der neuen Woche in unruhigem Fahrwasser bewegen.

Am Freitag schloss der Dax mit11 913,71 Punkten und damit 2,27 Prozent tiefer als am Vortag. Auf Wochensicht bedeutet das einen Verlust von rund viereinhalb Prozent.

Angesichts der Zinssorgen werden Anleger am Donnerstag ganz genau auf Signale der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Geldpolitik achten. Sie könnte laut Analyst Michael Schubert von der Commerzbank eventuell auf die Aussage verzichten, notfalls die Anleihenkäufe zu erhöhen. Dies könnte als Zeichen einer etwas strafferen Geldpolitik erachtet werden. Leitzinserhöhungen wie in den USA stehen diesseits des Atlantiks vorerst noch nicht zur Debatte.

Hoffnung für die neue Woche

Direkt zum Wochenstart gilt es aber erst einmal die Entscheidung der SPD-Mitglieder über eine Fortsetzung der Großen Koalition mit der CDU/CSU sowie die Wahlen in Italien zu verdauen.

Seine ankündigung, Handelszölle einzuführen sorgte für Unsicherheit am Aktienmarkt.

Unternehmensseitig dürften in der neuen Woche einige Veränderungen in den Dax-Indizes auf die Anleger zukommen. Fest steht für Experten die Aufnahme des Internetportal-Betreibers Scout24 für den angeschlagenen Möbelhändler Steinhoff in den MDax. Ebenfalls im MDax dürfte der Immobilienkonzern Aroundtown den Zuckerproduzenten Südzucker ersetzen. Denkbar sei auch ein Platztausch des SDax-Unternehmens Rocket Internet mit der Deutschen Pfandbriefbank, die sich derzeit noch im MDax befindet.

Unwahrscheinlich, wenn doch nicht völlig ausgeschlossen ist ein Aufstieg des Spezialchemiekonzerns Covestro in den Dax, wo er dann ProSiebenSat.1 verdrängen würde. Zudem dürfte es im SDax einige Veränderungen geben. Klarheit gibt es am späten Montagabend (5.3.). Die Umsetzung erfolgt zwei Wochen später.

Ansonsten geht die Berichtssaison mit Jahreszahlen etwa der Deutschen Post, des Gasekonzerns Linde und des Pharmaunternehmens Merck KGaA weiter.

dpa

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