Nach Türkei-Referendum

Union pocht auf strengere Regeln für Doppelpass

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Die doppelte Staatsbürgerschaft soll erschwert werden.

Berlin - Nach dem Referendum für eine Verfassungsänderung in der Türkei pocht die Union auf strengere Regelungen beim Doppelpass. Dabei gibt es eine konkrete Forderung.

Nach dem türkischen Verfassungsreferendum hat die Union ihre Forderung nach strengeren Regelungen beim Doppelpass bekräftigt. Der Innenexperte der Unionsfraktion, Stephan Mayer (CSU), sagte der "Welt" (Dienstagsausgabe): "Ich halte es für wichtig, dass wir in der nächsten Legislaturperiode die Erleichterungen bei der doppelten Staatsbürgerschaft wieder rückgängig machen."

Zumindest müsse den Kindern eines Doppelstaatlers die Staatsbürgerschaft wieder entzogen werden können, "wenn diese nicht in Deutschland leben und offenkundig auch keinen Bezug mehr zu Deutschland haben", sagte Mayer. Dieser Vorschlag solle in das gemeinsame Wahlprogramm von CDU und CSU aufgenommen werden.

Mayer: „Autokratische Strukturen vorgezeichnet“

Mit der Verfassungsänderung sei "der Weg der Türkei weg von demokratischen und rechtsstaatlichen hin zu deutlich stärkeren autokratischen Strukturen vorgezeichnet", kritisierte Mayer. Er hoffe, dass der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan von dieser "fast unbeschränkten Machtfülle in maßvoller und moderater Weise Gebrauch" mache. 

Alle Informationen rund um das Verfassungsreferendumin der Türkei lesen Sie in unserem News-Blog.

AFP

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