Gegen Journalisten

UN-Menschenrechtskommissar kritisiert Trump: Anstachelung zur Gewalt

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Am Rande von Donald Trumps Veranstaltung in Phoenix gerieten Demonstranten und Polizei aneinander.

Der UN-Menschenrechtskommissar hat sich mit deutlichen Worten gegen US-Präsident Donald Trump ausgesprochen. Seine Worte würden zu Gewalt gegen Journalisten führen.

Genf - Scharfe Kritik an US-Präsident Donald Trump vom höchsten Aufseher der Vereinten Nationen über die Menschenrechte: Mit seiner ständigen Diffamierung der Medien richte Trump nicht nur immensen Schaden an, sondern mache sich womöglich wegen Anstachelung zur Gewalt schuldig, sagte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, am Mittwoch in Genf.

Said bezog sich auf Beschimpfungen insbesondere der „New York Times“, der „Washington Post“, und des Senders CNN, denen Trump wiederholt vorgeworfen hat, Lügner und Betrüger zu sein. „Ist das nicht Anstachelung zu Übergriffen“?“, sagte Said. „Wenn ein Journalist angegriffen wird, trägt der Präsident dann nicht die Verantwortung dafür? Die Pressefreiheit ist ein Eckpfeiler der amerikanischen Verfassung, aber sie wird jetzt vom Präsidenten höchstpersönlich attackiert.“

Said war kritisiert worden, weil er sich zu Trumps Verharmlosung rassistischer Ausfälle in Charlottesville in den USA nicht zu Wort gemeldet hatte. Es habe genügend scharfe Reaktionen auch in den USA selbst gegeben, sagte Said. Er wies den Vorwurf zurück, dies könne damit zu tun haben, dass die USA 2016 der größte Einzelgeldgeber des UN-Büros für Menschenrechte waren, sowohl im regulären Budget als auch bei den freiwilligen Beiträgen.

dpa

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