Etwa 400.000 Menschen eingeschlossen

„Mission gestartet“: UN-Hilfskonvoi auf dem Weg nach Ost-Ghuta

Die Vereinten Nationen wollen am Montag erstmals seit der Eskalation der Gewalt im belagerten Ost-Ghuta dringend benötigte Hilfslieferungen in die syrische Region bringen.

Damaskus - „Die Mission ist gestartet, und wir sind auf unserem Weg in das Gebiet“, sagte Linda Tom, Sprecherin des UN-Nothilfebüros Ocha der Deutschen Presse-Agentur. Der Konvoi besteht Ocha-Angaben zufolge aus 46 Lastwagen mit medizinischer Hilfe und Nahrungsmitteln für 27 500 Menschen.

Die humanitäre Situation in der Region ist Hilfsorganisationen zufolge desaströs. In dem seit 2013 belagerten Ost-Ghuta sollen etwa 400.000 Menschen eingeschlossenen sein. Die Region östlich der Hauptstadt Damaskus hat seit Mitte Februar die heftigsten Luftangriffe der Regierung seit Beginn des Syrien-Konfliktes 2011 erlebt. Mehr als 650 Zivilisten starben den Menschenrechtlern zufolge. Verschiedene, mehrheitlich islamistische Rebellengruppen kontrollieren das Gebiet.

Eine Forderung des UN-Sicherheitsrates nach einer 30 Tage langen Waffenruhe für ganz Syrien zeigte bislang keine Wirkung. Allerdings vermindert die syrische Regierung ihre Angriffe seit einer Woche täglich für eine fünfstündige Feuerpause. Am Wochenende waren auch die Bodenkämpfe in der Region eskaliert.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa / Samer Bouidani

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