Überraschende Ergebnisse

Umfrage: Flüchtlinge nicht größte Sorge der Deutschen - einem CSU-Minister wird wenig zugetraut

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Angela Merkel.

Ein überraschendes Ergebnis, wenn man bedenkt wie die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung den Wahlkampf 2017 dominierte: Flüchtlinge sind nicht der Deutschen größte Sorge. 

München - Eine repräsentative WELT-Emnid-Umfrage hat erstaunliche Ergebnisse zu Tage gebracht. Trotz einer inzwischen über zwei Jahre geführten Diskussion über Flüchtlingspolitik und den Aufstieg der AfD sprachen 92% der Befragten nicht von Flüchtlingen als drängendstes Problem. 

Stattdessen nannten sie die Verbesserung des Angebots an Kitas, Schulen und Universitäten als oberste Priorität. Jeweils 69% der Befragten empfinden eine Lösung in der Diesel-Frage, den Ausbau schnelleren Internets und die Sicherung der Grenzen gegen illegale Zuwanderung als weitere wichtige Themen. 

In der Diesel-Frage hatte es erst jüngst wieder neue Irritationen gegeben, weil VW dank Milliardengewinnen auch der Konzernführung deutlich höhere Gehälter zahlte. Selbst die Bundeskanzlerin äußerte sich zu dem Thema. Sie sei „schon erstaunt“ gewesen. 

Wird die GroKo gute Arbeit leisten?

Bei der Frage nach den Erfolgsaussichten der neuen Großen Koalition sind die Befragten gespalten: 44% gaben an, sie gehen davon aus, dass die GroKo eher gute Arbeit leisten wird. 39% zeigten sich in dieser Hinsicht eher skeptisch. 

Das neue Bundeskabinett: von einigen Bundesministern erhoffen sich die Deutschen mehr als von anderen. 

Die Hälfte der Befragten erhoffen sich positive Entwicklungen von den Bundesministern Olaf Scholz (SPD), Heiko Maas (SPD), Franziska Giffey (SPD) und Horst Seehofer (CSU). Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) trauen 45% gute Arbeit zu. Spahn ist ein eher polarisierender Minister, wie er jüngst im Rahmen der Hartz-IV-Debatte wieder eindrucksvoll unter Beweis stellte. Bei Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) haben indes nur 35% der Befragten ein gutes Gefühl.   

Die mangelnden Vorschusslorbeeren hat Scheuer womöglich seinem Vorgänger Alexander Dobrindt (CSU) zu verdanken, der in der Rolle des Bundesverkehrsministers immer wieder in der Kritik stand: Diesel-Opfer in Deutschland fühlten sich von der Regierung im Stich gelassen und Dobrindts Maut-Pläne sorgten gar in ganz Europa für Unmut

Quelle: WELT/Emnid

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