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Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Baerbock verspricht „weitere Panzerlieferungen“

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Von: Florian Naumann, Caspar Felix Hoffmann, Karolin Schäfer, Niklas Kirk, Stephanie Munk, Nadja Austel, Jan Oeftger

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Außenministerin Baerbock war zu Besuch in Charkiw. Kanada kauft für die Ukraine ein US-Luftabwehrsystem. Der News-Ticker.

Dieser Ticker wird nicht mehr aktualisiert. Die neuesten Entwicklungen zum Ukraine-Krieg entnehmen Sie bitte unserem neuen News-Ticker.

Update vom Mittwoch, 11. Januar, 06.40 Uhr: Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat noch einmal unterstrichen, wie wichtig militärische Unterstützung für die Ukraine ist. Es müsse „weitere Panzerlieferungen“ geben, damit weitere Orte von der russischen Besetzung befreit werden können. Dies sagte die Ministerin nach ihrem Ukraine-Besuch in den ARD-Tagesthemen am Dienstagabend (10. Januar). „Weitere Luftverteidigung“ sei zudem nötig, um die Infrastruktur zu schützen.

Die von der Ukraine gewünschten Leopard-Kampfpanzer sagte Baerbock weiterhin nicht zu. Das Ziel der Bundesregierung sei es, zu schauen, „wie Menschenleben gerettet werden können“. Dafür sei sie auch in die Ukraine gereist. Doch neben der Ukraine gehe es auch um die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass sich der Krieg nicht auf andere Länder ausweite. Sich mit den Partnern über weitere Unterstützung auszutauschen, brauche „in manchen Momenten ein bisschen mehr Zeit“.

Die deutsche Außenministerin Baerbock hat noch einmal unterstrichen, wie wichtig Panzerlieferungen an die Ukraine sind.
Die deutsche Außenministerin Baerbock hat noch einmal unterstrichen, wie wichtig Panzerlieferungen an die Ukraine sind. © dpa

Kanada beschafft Luftabwehrsystem für die Ukraine

+++ 22.30 Uhr: Wie die kanadische Verteidigungsministerin Anita Anand ankündigt, wird Ottawa der Ukraine das US-Luftabwehrsystem NASAMS zur Verfügung stellen. Das gab die Ministerin nach einem Telefongespräch mit dem ukrainischen Verteidigungsminister Oleksii Reznikov bekannt. Kanada werde die Systeme von den USA erwerben und an die Ukraine weiterleiten.

„Angesichts der brutalen Luftangriffe Russlands auf die Ukraine wird dieses Luftabwehrsystem dazu beitragen, ukrainische Siedlungen und kritische Infrastrukturen vor Angriffen durch Drohnen, Raketen und Flugzeuge zu schützen“, betonte die Leiterin des kanadischen Verteidigungsministeriums. Sie fügte hinzu, dass die NASAMS-Systeme einen extrem hohen Effizienzindex aufweisen, was die kanadische Hilfe zu einem wertvollen Beitrag zur Verteidigungsfähigkeit der Ukraine mache.

Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Ukrainer beginnen nächste Woche mit Patriot-Ausbildung

+++ 20.45 Uhr: Das Pentagon will ukrainische Soldaten auf einer Militärbasis in den USA am Patriot-Flugabwehrsystem ausbilden. Die Ausbildung soll schon in der kommenden Woche in Fort Sill im Bundesstaat Oklahoma beginnen, wie der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, Pat Ryder, bestätigte. An dem Training sollen 90 bis 100 Soldaten teilnehmen. Die Ausbildung soll nur wenige Monate dauern. Die Ausbildung für das Waffensystem nehme üblicherweise einen längeren Zeitraum in Anspruch. Man beschleunige das Programm jedoch, um die ukrainischen Soldaten so schnell wie möglich wieder in den Einsatz zu bringen, so Ryder.

Das Patriot-System kann Flugzeuge, Marschflugkörper, Drohnen oder Raketen auf große Entfernung abwehren. Die USA sind der wichtigste Verbündete der Ukraine. Sie unterstützen das Land bei der Verteidigung gegen Russlands Angriff unter anderem mit Militärausrüstung und Geld. Zuletzt kündigte auch Deutschland an, der Ukraine ein Patriot-System zur Verfügung stellen.

Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Baerbock sagt 40 Millionen Euro zu

+++ 19.30 Uhr: Annalena Baerbock sagte der Ukraine bei ihrem Besuch in Charkiw zusätzliche Unterstützung in Höhe von insgesamt 40 Millionen Euro zu. „Wir stehen an eurer Seite, solange ihr uns braucht“, sagte die Grünen-Politikerin zum Abschluss eines viereinhalbstündigen Aufenthaltes in der vom Krieg gezeichneten ostukrainischen Millionenstadt nahe der russischen Grenze.

Zur Unterstützung der ukrainischen Energieinfrastruktur sowie zur Minenräumung stelle Deutschland demnach ein Paket von 20 Millionen Euro zu. Weitere 20 Millionen Euro werden der Ukraine laut Baerbock zum Ausbau des Satelliten-Internetsystems „Starlink“ zur Verfügung gestellt. Damit könnten insgesamt 10.000 Bodenstationen finanziert werden. Ein Drittel dieser Stationen kommt nach Angaben des Auswärtigen Amts auch den ukrainischen Streitkräften zugute. Die Echtzeitkommunikation ermögliche es den Soldatinnen und Soldaten, sich bei der Verteidigung ihrer Heimat präzise zu koordinieren und gezielt gegen russische Angriffe zu schützen.

In Charkiw habe sie gespürt, „was russische Truppen hier an Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angerichtet haben“, sagte Baerbock. Die nur gut 20 Kilometer von der Grenze zu Russland entfernte Stadt war auch in jüngster Zeit russischen Angriffen ausgesetzt. Immer wieder wird der Luftalarm ausgelöst – auch während Baerbocks Besuch.

Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Baerbock verspricht Winterhilfe aus Deutschland

+++ 16.48 Uhr: Nun wurden mehr Details zur Reise von Außenministerin Baerbock nach Charkiw bekannt: Ihr Amtskollege Dmytro Kuleba hatte sie in die ostukrainische Stadt eingeladen, damit sie sich vor Ort ein Bild machen kann. Baerbock reiste über Nacht mit dem Zug an, eine Anreise mit dem Flugzeug ist wegen des Ukraine-Kriegs nicht möglich.

Die Sicherheitsvorkehrungen für Baerbocks Besuch waren erheblich. Informationen über ihren Aufenthalt in Charkiw durften erst durch die Medien verbreitet werden, nachdem die Ministerin wieder aus Charkiw abgereist war.

Baerbock sagte in Charkiw, sie wolle vor allem den Bewohnerinnen und Bewohnern zuhören, „die der Krieg in diesem bitterkalten Winter, in dem die Temperaturen in der Nacht gerade auf bis zu minus 15 Grad sinken, so hart trifft, dass wir uns das gar nicht vorstellen können“. Sie versprach Brennstoff, Decken, Generatoren und Transformatoren aus Deutschland – und auch mehr Waffen zu Verteidigung gegen Russland.

Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Baerbock besucht überraschend Charkiw

+++ 16.32 Uhr: Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat am Dienstag überraschend die ostukrainische Stadt Charkiw besucht. Unter größter Geheimhaltung war sie in die zerschossene Stadt gereist. Mit ihrer Visite wolle sie den Menschen in der Ukraine zeigen, „dass sie sich auf unsere Solidarität und unsere Unterstützung verlassen können“, sagte Baerbock. Die Stadt in der Nähe der Grenze zu Russland sei „Sinnbild für den absoluten Irrsinn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine“.

Verhandlungen im Ukraine-Krieg: EU plant neue Sanktionen gegen Belarus

+++ 14.58 Uhr: Es soll offenbar bald neue Sanktionen gegen Russlands Verbündeten Belarus vonseiten der EU geben. Das kündigte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an. Man werde „der Rolle Belarus‘ in diesem russischen Krieg in der Ukraine Rechnung tragen“, sagte sie. Die bereits gegen Russland verhängten Sanktionen würden auf alle Länder ausgeweitet, die den Krieg militärisch unterstützten. Dies sei nicht nur Belarus, sondern beispielsweise auch der Iran.

Von der Leyen plädierte außerdem für die Lieferung von Leopard-2-Panzern an die Ukraine: „Ich denke, die Ukraine sollte die militärische Ausrüstung bekommen, die sie braucht und benutzen kann, um ihre Heimat zu verteidigen.“ Das betreffe moderne Flugabwehrsysteme, aber auch andere moderne militärische Ausrüstung.

Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Armenien lehnt russische Militärübung ab

+++ 14.40 Uhr: Der Kreml muss einen Tiefschlag aus der früheren Sowjetrepublik Armenien einstecken. Trotz einer anderslautenden Ankündigung aus Moskau lehnt das Land eine Militärübung des russisch geführten Bündnisses OVKS auf seinem Territorium ab.

„In der aktuellen Situation halten wir die Durchführung von OVKS-Übungen auf dem Gebiet Armeniens für nicht zweckmäßig“, sagte der Regierungschef der Südkaukasusrepublik, Nikol Paschinjan nun. Seine genauen Beweggründe ließ Paschinjan zunächst offen. Sein krisengeschütteltes Land, das stark auf Russland als Schutzmacht angewiesen ist, hat Moskau zuletzt immer wieder Untätigkeit in der Konfliktregion Berg-Karabach vorgeworfen.

Kremlsprecher Dmitri Peskow versicherte am Dienstag, Armenien sei nach wie vor ein enger Partner Russlands – zugleich räumte er angesichts der jüngsten Äußerungen Paschinjans aber auch „sehr komplizierte Probleme“ ein.

Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Russland sieht sich im Kampf mit der Nato

+++ 11.45 Uhr: Russland sieht sich im Ukraine-Krieg im Kampf mit der Nato. „Die Ereignisse in der Ukraine sind kein Zusammenstoß zwischen Moskau und Kiew“, sagte der Putin-Vertraute Nikolai Patruschew der Nachrichtenagentur Reuters zufolge der Zeitung Argumenti i Fakti. „Dies ist eine militärische Konfrontation zwischen Russland und der Nato und dabei vor allem den USA und Großbritannien.“ Der Westen plane, Russland auseinanderzureißen und es schließlich von der politischen Weltkarte zu löschen, sagte der Sekretär des mächtigen nationalen Sicherheitsrates weiter.

Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Rufe nach Leopard-Kampfpanzer werden lauter

Update vom Dienstag, 10. Januar, 09.50 Uhr: Der Präsident des Reservistenverbandes der Bundeswehr, Patrick Sensburg, hat sich für die Lieferung von Leopard-Panzern an die Ukraine ausgesprochen. „Als Schützenpanzer bietet der Marder die Möglichkeit, Soldaten schnell von einem zum anderen Ort zu verlegen“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) mit Blick auf die Entscheidung der Bundesregierung zur Lieferung von Mardern.

„Im Verbund entfaltet er seine größte Wirksamkeit - idealerweise natürlich mit dem Kampfpanzer Leopard. Darum ist die Unterstützung mit Kampfpanzern der nächste logische Schritt.“ Denkbar sei auch die Lieferung von Kampfpanzern eines anderen Typs aus einem anderen Land.

Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Russlands Menschenrechtsbeauftragte will ukrainischen Kollegen treffen

+++ 22.05 Uhr: Nach Angaben aus Moskau will die Menschenrechtsbeauftragte der russischen Regierung, Tatjana Moskalkowa, ihren ukrainischen Kollegen Dmytro Lubinez in der Türkei treffen – und das noch in dieser Woche. „Ich bestätige, dass ich ein solches Treffen plane“, erklärte Moskalkowa am Montag der russischen Nachrichtenagentur Interfax. Das Gespräch soll am Rande eines geführt werden, zu dem von Donnerstag bis Samstag zahlreiche Menschenrechtsbeauftragte aus verschiedenen Ländern anreisen. Aus Kiew gab es dazu bisher noch keine Bestätigung.

Verhandlungen im Ukraine-Krieg: USA verurteilen iranische Drohnenlieferungen

+++ 20.55 Uhr: Die US-Regierung kritisiert den Iran für seine Lieferungen von Drohnen an Russland. Diese würden von Russland dafür genutzt, in der Ukraine Zivilpersonen zu töten, sowie Strom und Heizung für Städte zu zerstören, sagte der Nationale Sicherheitsberater im Weißen Haus, Jake Sullivan. „Aus unserer Sicht befindet sich der Iran damit an einem Punkt, an dem er womöglich an umfassenden Kriegsverbrechen beteiligt ist“, sagte Sullivan weiter.

Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Scholz verteidigt seinen Kurs bei Waffenlieferungen in die Ukraine

+++ 20.30 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz hat trotz Kritik, seinen Kurs bei den Waffenlieferungen in die Ukraine verteidigt. Bei einer Wahlkampfveranstaltung der Berliner SPD wies er Vorwürfe der „Zögerlichkeit“ zurück. „Deutschland ist ganz weit vorne bei der Unterstützung der Ukraine“, sagte Scholz. Das gelte nicht nur für finanzielle und humanitäre Hilfe, sondern auch für Waffenlieferungen.

Er setze weiterhin auf ein verantwortungsvolles Vorgehen, so der Kanzler. „Alle können sich darauf verlassen, dass nicht die öffentliche Aufregung, sondern das, was richtig ist in der Sache und gut ist für die Ukraine und den Frieden in Europa, dass das von uns getan wird.“ Auch bleibe er bei seinem Grundsatz, dass er nur in Abstimmung mit seinen Partnern handeln werde. „Deutschland wird keine Alleingänge gehen, Deutschland wird immer zusammenbleiben mit den Freunden und Verbündeten und ganz besonders mit unserem transatlantischen Partner, mit den Vereinigten Staaten von Amerika. Alles andere wäre unverantwortlich in einer so gefährlichen Situation.“

Verhandlungen im Ukraine-Krieg: China und Russland demonstrieren Einigkeit gegenüber dem Westen

+++ 19.40 Uhr: Russlands Außenminister Sergej Lawrow und sein chinesischer Amtskollege Qin Gang haben ihre Einigkeit gegenüber dem Westen demonstriert. In einer Mitteilung des russischen Außenministeriums hieß es, Russland und China lehnen „die Politik der USA und ihrer Satelliten zur Herstellung einer Hegemonie in den internationalen Beziehungen“ ab.

Beide Seiten erhoben erneut den Vorwurf, westliche Staaten mischten sich in innere Angelegenheiten ein und provozierten Konflikte mit China und Russland. Sie kritisierten weiter, dass ihre Entwicklung mit Sanktionen ausgebremst würde.

Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Treffen von Menschenrechtsvertretern in Türkei geplant

+++ 18.25 Uhr: Laut Nachrichtenagenturen aus Russland und der Ukraine, werden Menschenrechtsvertreterinnen und Menschenrechtsvertreter beider Länder voraussichtlich vom 12. bis 14. Januar in der Türkei zusammentreffen. Bei den Gesprächen dürfte es auch um die Möglichkeit eines weiteren Austauschs von Kriegsgefangenen gehen. Interfax und RIA Novosti zitieren dabei die russische Menschenrechtskommissarin Tatjana Moskalkowa, dass es ein Treffen mit ihrem ukrainischen Amtskollegen Dmytro Lubinets im Rahmen eines internationalen Forums in der Türkei zwischen Donnerstag und Samstag geben wird.

Weiter soll es bereits Gespräche über die „ungefähre Tagesordnung unserer Verhandlungen“ gegeben haben, ohne die Nennung weiterer Details. Die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform zitiert Lubinets mit den Worten, das Hauptthema sei „die Rückkehr unserer Helden und Heldinnen“, was als Anspielung auf einen Gefangenenaustausch interpretiert werden kann.

Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Laufen neue Friedensverhandlungen? Russland äußert sich

+++ 16.15 Uhr: Die Ukraine hat sich dankbar für die bisherigen und angekündigten westlichen Waffenlieferungen gezeigt - ausreichend sind sie aus Sicht des von Russland angegriffenen Landes aber noch nicht. „Niemand hat genug getan, solange russische Stiefel auf ukrainischem Boden stehen“, schrieb Außenminister Dmytro Kuleba auf Twitter. Die Bewaffnung der ukrainischen Armee sei der kürzeste Weg, um Frieden und Sicherheit in Europa wiederherzustellen.

Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Großbritannien erwägt offenbar Lieferung von Kampfpanzern

+++ 15.00 Uhr: Großbritannien erwägt einem Bericht des TV-Senders Sky News zufolge die Lieferung von Kampfpanzern an die Ukraine. Bis zu zehn Fahrzeuge vom Typ Challenger 2 könnten demnach zur Abwehr der russischen Angriffe an das Land gehen, hieß es unter Berufung auf eigene Informationen. Demnach liefen entsprechende Diskussionen bereits seit Wochen. Ein solcher Schritt würde auch andere Staaten ermutigen, Kampfpanzer zu liefern, zitierte Sky News eine Quelle aus der Ukraine.

Das britische Verteidigungsministerium äußerte sich zunächst nicht zu dem Bericht. Großbritannien habe bisher mehr als 200 gepanzerte Fahrzeuge an die Ukraine geliefert, darunter Flugabwehrsysteme vom Typ Stormer, hieß es.

Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Regierung hat keine Pläne für „Leopard“-Lieferung

+++ 14.15 Uhr: Die Bundesregierung hat den russischen Vorwurf zurückgewiesen, die angekündigte Lieferung deutscher Schützenpanzer könnte zu einer weiteren Eskalation des Ukraine-Kriegs führen. „Der russische Präsident hat die Macht, von einem auf den anderen Tag diesen Krieg zu beenden, indem er seine Truppen zurückzieht und aufhört, die Ukraine zu bombardieren“, sagte Steffen Hebestreit. Der Regierungssprecher betonte, dass die Ukraine bis Ende März „bis zu 40“ zugesagte Marder-Schützenpanzer erhalten werde.

Gleichzeitig wies Hebestreit Spekulationen zurück, Leopard-Kampfpanzer in die Ukraine zu liefern. „Die Bundesregierung hat zum jetzigen Zeitpunkt kein Bestreben, der Ukraine Leopard-2-Panzer zu liefern“, sagte Hebestreit. Er schloss nationale Alleingänge aus und verwies auf Absprachen mit Partnern wie den USA und Frankreich.

Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Lieferung von Leopard-Kampfpanzern?

+++ 12.20 Uhr: Führende Grünen-Politiker signalisieren Offenheit auch für die Lieferung von Leopard-Kampfpanzern an die Ukraine. „Wir Grünen haben immer gesagt, dass wir die Ukraine mit allem unterstützen müssen, was möglich ist“, sagte Fraktionschefin Katharina Dröge am Montag (9. Januar) dem Bayerischen Rundfunk. Ähnlich hatte sich zuvor auch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) geäußert.

„Manchmal wäre es gut gewesen, wir hätten schneller gehandelt“, fügte Dröge mit Blick auf die Zurückhaltung der SPD in dieser Frage hinzu. Sie begrüßte die nach langem Zögern von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) angekündigte Lieferung von Marder-Schützenpanzern an die Ukraine, sagte aber auch: „Damit werden wir nicht stehen bleiben“, die Debatte über weitere Unterstützung sei „notwendig“.

Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Russland äußert sich zu möglichen Gesprächen

Update vom Montag, 9. Januar 2023, 12.00 Uhr: Der Kreml wies am Montag (9. Januar) ukrainische Meldungen zurück, wonach ein hochrangiger russischer Beamter mit europäischen Beamten über ein mögliches Friedensabkommen für die Ukraine gesprochen habe.

Oleksiy Danilov, Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine, sagte am Donnerstag, dass Dmitry Kozak, stellvertretender Leiter der russischen Präsidialverwaltung, mehrere Treffen mit europäischen Beamten abgehalten habe, um Kiew zur Unterzeichnung eines seiner Meinung nach ungünstigen Friedensabkommens zu zwingen. Dies hatte die Nachrichtenagentur Reuters gemeldet. Auf die Behauptung Danilows angesprochen, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow, es handele sich um eine „weitere Fälschung“.

Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Habeck schließt „Leopard“-Kampfpanzer für Ukraine nicht aus

+++ 22.45 Uhr: Nachdem Deutschland der Ukraine die Lieferung von 40 Marder-Schützenpanzern zugesagt hat, schließt Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) nicht aus, dass auch Kampfpanzer wie dem Leopard im Ukraine-Krieg zur Verfügung gestellt werden könnten. „Wir prüfen immer die Situation, wir stimmen uns mit den anderen Ländern ab. Und innerhalb dieses Korridors werden auch weitere Entscheidungen getroffen“, sagte der Politiker in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“. Deshalb schließe er diese Entscheidung nicht aus.

Man habe bereits eine große Bewegung bei den Beschlüssen zur Lieferung von Panzerfäusten bis hin zum Schützenpanzer gesehen. „Ich denke, dass diese Dynamik weitergehen wird, solange der Krieg sich dynamisch entwickelt“, so Habeck weiter. Nach langem Zögern hatte die Bundesregierung die Lieferung von Schützenpanzer bestätigt. Nun fordern Stimmen in einem nächsten Schritt Kampfpanzer.

Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Wendepunkt mit deutschen Panzern?

+++ 18.05 Uhr: Die angekündigte Lieferung von Schützenpanzern an die Ukraine könnte einen Wendepunkt im Ukraine-Krieg andeuten. Im Süden könnte es zu „einem Durchbruch kommen“, sagte Wadym Prystajko, ukrainischer Botschafter in Großbritannien und ehemaliger Außenminister, gegenüber Newsweek. „Oder die ganze Front bewegt sich aufgrund der zusätzlichen Artilleriegeschütze und Panzer. So sehr, dass die Russen beschließen, dass es genug ist.“

Währenddessen gehen Expertinnen und Experten davon aus, dass Russlands Waffenarsenal sinkt. Deutschland und die USA haben sich auf ein umfangreiches Militärpaket geeinigt. Kiew soll Schützenpanzer und Patriot-Systeme erhalten.

Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Russland wirft Bundesregierung Eskalation vor

Update vom Sonntag, 08. Januar, 08.46 Uhr: Während in Deutschland nach der verzögerten Zusage der Schützenpanzer-Lieferung nun auch eine Bereitstellung von Kampfpanzern diskutiert wird, zeigt sich Russland empört über die Bundesregierung. Der Kreml bezeichnet die Lieferung laut Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) als einen „Schritt hin zur Konflikteskalation“ und wirft Deutschland vor, erneut eine „moralische Grenze“ überschritten zu haben. Die russische Botschaft in Berlin verwies auf die historische Verantwortung Deutschlands für die von den Nazis an Russen begangenen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg.

Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Erdoğan spricht mit Putin und Selenskyj

Erstmeldung vom Mittwoch, 04. Januar: Ankara – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan will mit seinen ukrainischen und russischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj und Wladimir Putin telefonieren. Dies kündigte Ibrahim Kalin, ein Berater des türkischen Präsidenten, am Dienstag (3. Januar) im türkischen Fernsehen an.

Kalin machte keine weiteren Angaben dazu, worüber Erdoğan sprechen will. Russische Medien hatten bereits über die Pläne für das Telefongespräch zwischen den Präsidenten der Türkei und Russlands berichtet. Erdoğan hatte zuletzt am 11. Dezember mit Selenskyj gesprochen, als sie über die humanitäre Hilfe der Türkei für die Ukraine, die Situation im Kernkraftwerk Saporischschja und einen Frieden diskutierten.

Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Die Türkei sieht sich in der Rolle eines Vermittlers

Die Türkei hat sich seit Beginn der Invasion geweigert, Sanktionen gegen die Russische Föderation zu verhängen, und erklärt, ihre Rolle sei die eines Vermittlers zwischen den beiden Konfliktparteien. Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu sagte Anfang Dezember, Ankara erwarte bis zum Frühjahr 2023 ein „klareres Bild“ über einen möglichen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg oder eine Rückkehr an den Verhandlungstisch. (Redaktion mit Agenturen)

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