Keine „Angst vor der NRA“?

Überraschung: Trump deutet neue Linie bei Waffengesetzen an

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Donald Trump

Es wäre eine unerwartete Wende: Nach dem Blutbad an einer US-Schule geht Donald Trump offenbar auf Kollisionskurs mit seiner Partei.

Washington - US-Präsident Donald Trump hat sich bei einem Treffen mit republikanischen und demokratischen Abgeordneten entgegen der bisherigen Linie seiner Partei für eine Verschärfung der Waffengesetze ausgesprochen. "Wir müssen in dieser Sache etwas tun. Wir müssen handeln", sagte Trump am Mittwoch bei dem Treffen zwei Wochen nach dem Massaker an einer Schule in Florida. "Wir können nicht warten und Spiele spielen und nichts passiert."

Trump sagte, er unterstütze Forderungen nach umfangreicheren Überprüfungen von potenziellen Waffenkäufern und verstärkten Sicherheitsmaßnahmen an Schulen. Zudem will er die Altersgrenze für den Erwerb bestimmter Schusswaffen auf 21 anheben. Für psychisch Kranke soll der Waffenkauf erschwert werden.

„Angst vor der Waffenlobby“ - Trump greift Parteifreund an

Bei dem Treffen griff Trump einen republikanischen Abgeordneten direkt an: Dieser habe "Angst" vor der mächtigen US-Waffenlobby NRA. Die Nähe vieler US-Politiker, darunter auch von Präsident Trump selbst, zur NRA hatte zuletzt Empörung ausgelöst. Demokratische Abgeordnete begrüßten die Äußerungen Trumps im Anschluss an das Treffen und sprachen von einer "Überraschung".

Seit dem Massaker in Florida mit 17 Todesopfern läuft in den USA eine heftige Debatte über eine Verschärfung des Waffenrechts. Die überlebenden Schüler, für die am Mittwoch wieder der Schulalltag begonnen hatte, sorgten mit einer Kampagne in diesem Zusammenhang für Aufsehen. Die Republikaner lehnen strengere Gesetze bislang weiter ab.

Über die Entwicklungen nach dem Blutbad an der Schule halten wir Sie in unserem News-Ticker auf dem Laufenden.

AFP/fn

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