Drei Millionen Likes

Twitter-Rekord! Darum geht Barack Obamas Charlottesville-Post viral

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Das wird dem selbsternannten Twitter-Präsidenten Donald Trump gar nicht schmecken: Ausgerechnet sein verhasster Vorgänger Barack Obama brach kürzlich alle Twitter-Rekorde.

Nach den gewalttätigen Ausschreitungen in Charlottesville meldete sich Barack Obama via Twitter zu Wort - und schreibt mit einer eindeutigen Botschaft sogleich (Twitter)-Geschichte.

Es vergeht wohl kein Tag ohne einen gewaltigen Shitstorm und jede Menge Ärger für den umstrittenen US-Präsidenten Donald Trump. In seinem jüngsten Fauxpax versäumte er es Kritikern zufolge, in seiner Beurteilung zu den Ausschreitungen in Charlottesville klare Stellung zu beziehen und vor allem rechte Gruppen gebührend zu verurteilen. Sein Statement, in dem er unter anderem von „Gewalt von vielen Seiten“ sprach, gleiche demnach einer reinen Pauschalisierung.

Barack Obama erntet einen Candystorm

Die Reaktion von Barack Obama auf die außer Kontrolle geratene rassistische Kundgebung, bei der eine 32-jährige Frau ihr Leben verlor und 35 Menschen verletzt wurden, schien da auf deutlich positivere Resonanz zu stoßen - und das ist womöglich eine himmelschreiende Untertreibung. Denn der ehemalige Präsident, der sich nach der Katastrophe am Sonntag via Twitter zu Wort meldete, hat mit seinem Kommentar mittlerweile alle Twitter-Rekorde gebrochen. 

„Niemand wird geboren, um einen anderen Menschen aufgrund seiner Hautfarbe oder seiner Geschichte oder seiner Religion zu hassen…“, heißt es in dem viralen Tweet. Dazu veröffentlichte er ein Foto, das ihn selbst mit vier Kleinkindern zeigt, die alle eine unterschiedliche Hautfarbe haben. Der Post hat mittlerweile knapp drei Millionen Likes, 1,2 Millionen Retweets und 47.000 Kommentare gesammelt - und ist damit der aktuell erfolgreichste der Twitter-Geschichte. Die Zahlen sprechen für sich: Mit seiner eindeutigen Distanzierung von rechten Gruppen zeigte Obama Haltung - und damit genau das, was viele Amerikaner sich eigentlich von ihrem aktuellen Landesoberhaupt gewünscht hätten. 

Ein genialer Schachzug des ehemaligen Präsidenten.

Darüber hinaus wählte Obama einen ausgesprochen eleganten Weg, um den US-Bürgern seine wichtige Botschaft zu vermitteln. Er zitierte dazu den berühmten südafrikanischen Aktivisten Nelson Mandela, der einmal sagte: „Niemand wird geboren, um einen anderen Menschen aufgrund seiner Hautfarbe oder seiner Geschichte oder seiner Religion zu hassen. Menschen müssen zu hassen lernen und wenn sie zu hassen lernen können, dann kann Ihnen auch gelehrt werden zu lieben, denn Liebe empfindet das menschliche Herz viel natürlicher als ihr Gegenteil.“

sl

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