Mehr Aufklärung und Prävention

Türkische Regierung: Deutschland unternimmt zu wenig gegen Moschee-Angriffe

Die türkische Regierung kritisiert Deutschland wegen wiederholter Angriffe auf türkische Einrichtungen hierzulande. Der deutsche Botschafter wurde deswegen nach Ankara gebeten.

Istanbul - Nach Ansicht der türkischen Regierung unternimmt Berlin zu wenig zur Aufklärung und Prävention von Angriffen gegen Moscheen in Deutschland. Man habe den deutschen Botschafter ins Außenministerium nach Ankara gebeten und eine entsprechende Note überreicht, sagte der Sprecher der islamisch-konservativen AKP-Regierung, Bekir Bozdag, am Montagabend in Ankara.

Obwohl die Bundesregierung versichere, Vorkehrungen zu treffen, komme es immer wieder zu Angriffen auf muslimische Einrichtungen, kritisierte Bozdag. Man erwarte von Deutschland „sensibler“ bei dem Thema zu sein.

Mehrere Brandanschläge auf türkische Einrichtungen in Deutschland

In den vergangenen Tagen hatte es in Deutschland eine Reihe von Brandanschlägen auf türkische Einrichtungen gegeben, bei denen der Hintergrund nicht eindeutig geklärt ist, aber ein Zusammenhang zur türkischen Militäroffensive gegen Kurden in Nordwestsyrien für möglich gehalten wird. Die türkische Regierung geht davon aus, dass die Angriffe von der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK verübt worden waren. 

In der Region Afrin geht die türkische Armee seit dem 20. Januar mit einer Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG vor. Die Türkei stuft die YPG wegen ihrer Verbindungen zur PKK als Terrororganisation ein.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa / Marijan Murat

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