Wie reagiert Pjöngjang?

USA verhängt neue Sanktionen gegen Nordkorea

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US-Präsident Donald Trump.

Donald Trump erhöht weiter den Druck auf Nordkorea: diesmal nicht mit harten Worten, sondern mit weiteren Sanktionen - Pjöngjang gibt sich jedoch völlig unbeeindruckt. 

New York - US-Präsident Donald Trump hat nach seiner Ankündigung, neue Sanktionen gegen Nordkorea zu verhängen, Taten folgen lassen. US-Präsident Donald Trump sagte am Donnerstag in New York, die von ihm angeordneten neuen Sanktionen zielten auf Einzelpersonen, Firmen und Institutionen, die unter anderem in den Branchen Textil, Fischerei, Handwerk und Informationstechnologie Handel mit Nordkorea trieben. Trump fügte hinzu: „Ausländische Banken werden eine klare Wahl haben, ob sie mit uns Handel treiben wollen oder mit Nordkorea.“

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe und Südkoreas Präsident Moon Jae In begrüßten die Entscheidung Trumps. „Wir begeben uns auf eine neue Stufe des Drucks“, sagte Abe. Japan unterstütze diesen Schritt „von Herzen“. Auch Moon sagte, sein Land werde seine eigenen Schritte mit denen der USA eng abstimmen.

Südkoreas Präsident Moon Jae In betonte, es gehe seinem Land nicht um einen Kollaps des Nachbarstaates. Südkorea strebe auch keine Wiedervereinigung mit dem kommunistisch regierten Staat durch „künstliche Mittel“ oder durch „Verschlucken“ an. Seoul und die Weltgemeinschaft unternähmen alles nur mögliche, um den Atomkonflikt mit Pjöngjang friedlich beizulegen.

Der Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm schaukelt sich seit Monaten hoch. Das isolierte Regime testete in diesem Jahr bereits mehrere Raketen. Am 3. September zündete es nach eigenen Angaben eine Wasserstoffbombe, mit der Interkontinentalraketen bestückt werden sollen.

Moon zu Trump: „Sie haben eine sehr starke Rede gehalten“

Moon sagte zu Beginn eines Treffens mit Trump, die USA hätten strikt und sehr gut auf die „kläglichen Provokationen“ aus Nordkorea reagiert. Er dankte Trump für dessen klare Worte in Richtung Pjöngjang. „Sie haben eine sehr starke Rede gehalten“, sagte Moon und gab der Hoffnung Ausdruck, dass dies einen Wandel in Nordkorea auslöse. Trump lobte die exzellente Zusammenarbeit der Militärs der USA und Südkoreas.

Trump hatte Pjöngjang am Mittwoch in seiner Rede vor der Generalversammlung am Dienstag mit völliger Zerstörung gedroht und dessen Staatschef Kim Jong Un als „Raketenmann auf einer Selbstmordmission“ bezeichnet. 

Nordkoreas Außenminister Ri Yong Ho, der am Freitag vor dem UN-Plenum sprechen will, bezeichnete Trumps Rede als „Hundegebell“ und sagte, Trumps Berater täten ihm leid. „Wenn er wirklich dachte, er könne uns mit dem Geräusch von Hundegebell Angst einjagen, ist das der Traum eines Hundes“, sagte Ri laut CNN. Die Wendung „Traum eines Hundes“ bedeutet auf Koreanisch etwas Absurdes, das wenig Sinn ergibt.

Pjöngjang setzte seine Tests und sein Atomprogramm, das weltweit als ernste Bedrohung angesehen wird, bislang trotz aller Warnungen fort.

Erst am Montag vergangener Woche hatte der UN-Sicherheitsrat die Sanktionen gegen Nordkorea wegen dessen Atomtests vom 3. September erweitert. Diese umfassen jetzt auch eine Deckelung der Öllieferungen an das Land und ein Verbot von Textilexporten.

Moon: Welt muss „stark und entschlossen“ antworten

Nach dem Beschluss schoss Nordkorea am Freitag erneut eine Rakete über den Norden Japans hinweg in den Pazifik. Das Land erklärte zudem, trotz der verschärften Sanktionen nicht von seinem Atomprogramm abrücken zu wollen.

Südkoreas Präsident Moon rief Nordkorea am Donnerstag zu einem Ende der Provokationen auf. Das Regime müsse sofort aufhören, „leichtsinnige“ Entscheidungen zu treffen, die zur eigenen Isolation und zum Untergang führen könnten. Die Welt müsse „stark und entschlossen“ antworten, bis Nordkorea sein Atomprogramm aufgebe. Moon dankte dem UN-Sicherheitsrat für die jüngste Verschärfung der Sanktionen gegen Pjöngjang. Dies sei ein Zeichen, dass die Weltgemeinschaft „kollektiv empört“ sei.

Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un blieb der UN-Generaldebatte wie im vergangenen Jahr fern.

dpa

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