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Treffen Trump und Putin: „Er musste ihm immer alles erklären“

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Von: Kim Hornickel

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Wladimir Putin und Donald Trump
Wladimir Putin und Donald Trump im Jahr 2019. (Archivfoto) © picture alliance/The White House/Arte/dpa

Die Beziehungen zwischen Donald Trump und Wladimir Putin sorgen immer wieder für Diskussionen. Jetzt gibt eine Sicherheitsexpertin detaillierte Einblicke.

Moskau/ Washington – Im Verhältnis des Ex-Präsidenten Donald Trump und Wladimir Putin sind jetzt neue Details ans Licht gekommen. So berichtet Fiona Hill, ehemalige Direktorin für russische und europäische Angelegenheiten im Weißen Haus, laut der britischen Tageszeitung „The Guardian“, dass Putin Trump „alles erklären musste“.

Hill, die die Treffen der Politiker in der Regierungszeit Trumps begleitete, sagte demnach, Putin sei darüber sogar „frustriert“ gewesen. Und obwohl er gerne seine Version der Dinge verbreite, so wolle Putin die Sichtweise seines Gegners dennoch einschätzen können – das sei mit Trump kaum machbar gewesen. „Das mag Putin nicht“, sagte Hill dem Chicago Council. Auch in der aktuellen Situation und nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine behält Fiona Hill den russischen Präsidenten und sein Handeln im Blick. So warte der russische Präsident nur darauf, dass westliche Staaten die „Ukraine wegverhandeln“, erklärte Hill.

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Gleichzeitig vertritt der amerikanische Ex-Präsident und so mancher Republikaner, die Ansicht, dass es keinen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine gegeben hätte, wäre Trump noch im Amt gewesen. Der ehemalige Präsident wurde während seiner Amtszeit immer wieder aufgrund seiner Nähe zum Kreml kritisiert.

Fiona Hill ist ehemalige Beraterin für Russland im Weißen Haus und kennt die Beziehungen zwischen Wladimir Putin und Donald Trump.
Fiona Hill ist ehemalige Beraterin für Russland im Weißen Haus und kennt die Beziehungen zwischen Wladimir Putin und Donald Trump. © Andrew Harnik/AP/DPA

Erst Mitte März, kurz vor dem Angriff auf die Ukraine, betonte sein Sohn die engen Beziehungen zwischen Putin und Trump in einem Fox News Interview. Auch der Ex-Präsident selbst lobte die engen Beziehungen während seiner Amtszeit stets. Mitte Februar sagte Trump in einem Telefon-Interview mit Fox News: „Ich bin mit ihm (Putin) fantastisch klar gekommen.“ Das vertrauensvolle Verhältnis bestätigt auch Sicherheitsexpertin Fiona Hill.

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Bei einem Treffen der Präsidenten im Juli 2018, auf dem Gipfeltreffen in Helsinki, seien die Vertrauensbekundungen Trumps sogar so weit gegangen, dass Hill überlegt habe, wie sie den Gesprächen ein Ende bereiten könnte, wie „The Guardian“ berichtet. Trump habe dem russischen Präsidenten bei der Gelegenheit versichert, dass er ihm eher Vertrauen in Sachen Wahlmanipulation schenke, als dem amerikanischen Nachrichtendienst. „Mein erster Gedanke war: Wie kann ich das beenden?“, sagte Hill der britischen Zeitung „The Guardian“.

Auf die Frage, wie Putin über Donald Trump denke, erklärte Hill, Putin suche nicht den direkten Kontakt, den Trump gesucht habe. Statt eines einfachen Telefonats zu jeder Zeit, sei der russische Präsident stets auf der Hut und nutzte jede Gelegenheit, jedes Anzeichen von Schwäche. (kh)

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