Lehrer und Opposition empört

Trump meint es ernst: USA wollen Ausbildung von Lehrern an der Waffe fördern

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Donald Trump am Samstag vor dem Weißen Haus

Nach dem Blutbad in Florida hatte Donald Trump den Schritt früh angekündigt - nun passiert es wohl tatsächlich: Die US-Regierung will Lehrer an der Waffe ausbilden.

Washington - Die US-Regierung will Schulen bei der Ausbildung von Lehrern und anderen Schulangestellten an der Waffe unterstützen. US-Bildungsministerin Betsy DeVos sagte am Sonntag in einer Telefonkonferenz mit Journalisten, dies sei Teil eines "pragmatischen Plans, um die Sicherheit an Schulen drastisch zu erhöhen". Es gebe "keine Zeit zu verlieren", kündigte DeVos an, die eine Bundeskommission zur Sicherheit an Schulen leiten will.

DeVos zufolge sollen "besonders geeignete Freiwillige" gründlich an der Waffe ausgebildet werden. Der Vorschlag, Lehrer und anderes Schulpersonal mit Waffen auszustatten, stößt unter Pädagogen in den USA auf breite Ablehnung. Er war von US-Präsident Donald Trump nach dem Schulmassaker in Florida gemacht worden, bei dem ein 19-jähriger Ex-Schüler Mitte Februar 17 Menschen erschossen hatte.

Opposition rügt "Babyschritte, die nicht die NRA verärgern sollen"

Die US-Regierung drängt außerdem die Bundesstaaten, nach dem Vorbild Floridas weitere Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, wie der Präsidentenberater Andrew Bremberg mitteilte. So könnten Sicherheitskräfte nach richterlicher Anordnung Waffen einziehen, deren Besitzer nachweislich gefährlich seien. Derartige Personen sollten vorübergehend auch am Kauf neuer Schusswaffen gehindert werden können.

Der demokratische Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer, kritisierte die Maßnahmen als "Babyschritte, die nicht die NRA verärgern sollen". Lily Eskelsen Garcia, Vorsitzende der größten US-Lehrergewerkschaft NEA, hatte zuvor erklärt, Eltern und Pädagogen lehnten "die Idee einer Bewaffnung von Schulmitarbeitern mit überwältigender Mehrheit ab".

Der von Bildungsministerin DeVos geleiteten Sicherheitskommission sollen Lehrer und andere Experten angehören. Sie sollen auch "die Altersfrage für Waffenkäufe" und andere Themen prüfen und Empfehlungen aussprechen, wie ein Regierungsmitarbeiter sagte, der nicht namentlich genannt werden wollte. Florida hatte nach dem Schulmassaker ein neues Waffengesetz in Kraft gesetzt, das auch das Mindestalter für Waffenkäufe in dem Bundesstaat von 18 auf 21 Jahre heraufsetzt.

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AFP

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