In einem Glückskeks gefunden?

Trump-Kim-Gipfel: Ivanka irritiert China mit Sprichwort-Tweet

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Ivanka Trump.

Bei Twitter sorgte die Präsidentochter Ivanka Trump für Irritationen. Sie teilte dort mit ihrer Fangemeinde ein vermeintliches chinesisches Sprichwort - von dem chinesische Nutzer noch nie etwas gehört haben.

Washington - Beim G7-Gipfel sorgte ein Tweet von Donald Trump für einen Eklat - mal wieder. Da ging der US-Präsident den kanadischen Premier Justin Trudeau an und stellte damit die Verhandlungserfolge aufs Spiel. Vor dem historischen Gipfel mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un in Singapur wurde nun erneut ein irritierender Tweet aus dem Hause Trump veröffentlicht. Nur dass es diesmal nicht Donald war, sondern dessen Tochter Ivanka. 

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Zum bevorstehenden Auftritt ihres Papas postete sie nämlich ein vermeintliches chinesisches Sprichwort. Die deutsche Übersetzung lautet etwa: „Diejenigen, die sagen, dass es nicht getan werden kann, sollten diejenigen, die es tun, nicht unterbrechen.“

Chinesische Nutzer kennen das Sprichwort nicht

Das Problem: Den chinesischen Nutzern scheint dieses Sprichwort komplett unbekannt zu sein. Auf Weibo, dem chinesischen Adäquat zu Twitter, schreibt ein Nutzer beispielsweise: „Der Satz ergibt zwar Sinn, ich weiß aber trotzdem nicht, welche Redewendung sie meint.”

Die meisten der chinesischen User kommentierten Ivankas Fauxpas allerdings mit Humor: „Sie muss das in einem Glückskeks gefunden haben”, scherzte ein Nutzer. Ein anderer: „Zitate einfach erfinden? Auf die gleiche Art habe ich früher Aufsätze geschrieben.”

China und Nordkorea galten lange Zeit als fest verbündet

Auch in China blickt man gespannt nach Singapur. Die kommunistische Volksrepublik galt lange Zeit als maßgeblicher Verbündeter der Nordkoreaner. Im Koreakrieg (1950-1953) kämpfte China auf deren Seite gegen die US-geführte UNO-Streitmacht. Die koreanische Halbinsel grenzt an das chinesische Festland.

bah

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