Rückgang um 20 Prozent

Trotz Trump: USA schieben weniger Menschen nach Mexiko ab

+
US-Grenzsoldaten an der Grenze zu Mexiko

Washington - Razzien und markiger Rhetorik zum Trotz: Zuletzt sind deutlich weniger Menschen aus den USA nach Mexiko abgeschoben worden als noch im Vorjahreszeitraum.

Trotz der restriktiven Migrationspolitik von US-Präsident Donald Trump und einer Reihe von Razzien gegen illegale Einwanderer ist die Zahl der Abschiebungen von Mexikanern aus den Vereinigten Staaten deutlich zurückgegangen. Seit Jahresbeginn wurden nach Angaben der mexikanischen Migrationsbehörde 30.572 Menschen nach Mexiko abgeschoben. Das waren rund 20 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Schon seit Jahren geht die Zahl der Abschiebungen zurück. So wurden 2009 noch über 600.000 Mexikaner in ihre Heimat zurückgeschickt. Im vergangenen Jahr waren es nur noch 219.000. Auch die Netto-Einwanderung von Mexikanern in die USA ist schon seit Jahren negativ.

Mexikanischer Politiker legt Beschwerde gegen Mauer ein

Der mexikanische Linkspolitiker Andrés Manuel López Obrador legte unterdessen bei der Interamerikanischen Menschenrechtskommission Beschwerde gegen Trumps Mauerpläne und Einwanderungspolitik ein. „Wir sind gegen diese Hasskampagne“, sagte der mehrfache Präsidentschaftskandidat am Mittwoch in Washington. 

López Obrador hatte für seine Beschwerde 12.000 Unterschriften von Mexikanern und US-Bürgern gesammelt. Trumps Dekrete zum Mauerbau und zur Abschiebung illegaler Einwanderer verletzten die Menschenrechte, sagte er.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare