Vor USA-Korea-Gipfel

Treffen zwischen Trump und Kim: Ein Handschlag für die Geschichtsbücher

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Am Dienstag treffen sich Donald Trump und Kim Jong Un in Singapur

Vor dem historischen und mit Spannung erwarteten Gipfeltreffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat sich US-Präsident Donald Trump optimistisch geäußert.

Singapur - "Ich denke, es wird sehr gut laufen", sagte Trump am Montag bei einem Arbeitsessen mit Singapurs Regierungschef Lee Hsien Loong. Der Gipfel mit Kim findet in dem asiatischen Stadtstaat statt. Zuvor hatte Trump bereits aus seiner Präsidentenmaschine über den Kurzbotschaftendienst Twitter sein "Aufregung" kund getan.

Das Treffen am Dienstag ist beispiellos: Nie zuvor hat es ein Gipfeltreffen zwischen einem amtierenden US-Präsidenten und einem nordkoreanischen Machthaber gegeben. Jahrzehntelang galt eine derartige Begegnung als undenkbar, doch Trump hatte sich im März überraschend zu einem Gipfel bereit erklärt.

Zunächst sollen sich die beiden Staatschefs am Dienstag in einem Eins-zu-Eins-Treffen begegnen, bevor ihre Berater hinzukommen, wie US-Vertreter sagten. Einem ranghohen Mitarbeiter des Weißen Hauses zufolge gibt es kein Zeitlimit: "Es können zwei Tage sein. Sie werden so lange miteinander reden wie nötig."

Trumps Vorgänger verfolgten stets die Linie, es könne kein Treffen mit einem Herrscher aus Pjöngjang geben, ohne dass dieser zuvor offiziell von seinem Rüstungs- und Atomprogramm ablässt. Alle amtierenden US-Präsidenten scheuten sich überdies, den Machthaber des international isolierten Landes diplomatisch derart aufzuwerten wie es Trump nun tut.

Völlig unklar ist, welche Ergebnisse das Treffen bringen kann. Die entscheidende Frage ist das nordkoreanische Atomprogramm. Wichtigstes Ziel der USA ist die atomare Abrüstung Nordkoreas, während die Regierung in Pjöngjang bislang darauf beharrt, als Atommacht anerkannt zu werden, und lediglich unscharf von einer Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel spricht.

Washington fordert dagegen die "vollständige, überprüfbare und unumkehrbare Denuklearisierung" Nordkoreas. Pjöngjang arbeitet hingegen seit Jahrzehnten an der Entwicklung von Atomwaffen und Raketen, die US-Territorium erreichen können, und wurde deswegen mit zahlreichen Sanktionen des UN-Sicherheitsrats, der USA und der EU bestraft.

AFP

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