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Auto rast in Menschenmenge: Scholz spricht von „grausamer Amoktat“ – Fahrer offenbar psychisch beeinträchtigt

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Von: Marc Dimitriu, Martina Lippl

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Mitten in Berlin ist ein Auto nahe der Gedächtniskirche in eine Menschenmenge gerast. Eine Frau stirbt. Es gibt mehrere Schwerverletzte. Der Fahrer wurde festgenommen. News-Ticker.

Update vom 9. Juni, 10.35 Uhr: Auch am Tag nach dem tödlichen Vorfall in der Nähe der Berliner Breitscheidplatzes herrscht große Betroffenheit. Die Anzeichen auf eine Amokfahrt verdichten sich. Indes meldete sich die Schwester des Fahrers zu Wort. Alle weiteren Informationen zum tödlichen Vorfall in Berlin erfahren Sie hier in unserem News-Ticker.

Update vom 9. Juni, 9.32 Uhr: Eine Lehrerin aus Hessen ist in Berlin bei der Amoktat am Kurfürstendamm getötet worden. Sie war mit 24 Schülerinnen und Schülern einer 10. Klasse aus Bad Arolsen auf Klassenfahrt. Unter den Verletzten befinden sich laut Polizei auch 14 Schüler. Alle reisefähigen Kinder sollen am Donnerstag nach Hause zurückgebracht werden.

Update vom 9. Juni, 6.15 Uhr: Mitten in Berlin, in der Nähe des Breitscheidplatzes, ist ein Mann mit einem silbergrauen Clio in eine Fußgängergruppe gefahren. Schüler aus Hessen wurden verletzt, eine Lehrerin ist tot. Die tödliche Autofahrt in Berlin-Charlottenburg sorgt für Bestürzung. Bundeskanzler Scholz schrieb auf Twitter, die grausame Amoktat an der Tauentzienstraße mache ihn tief betroffen. Berlins Innensenatorin Spranger äußerste sich ähnlich. Sie schrieb, nach neuesten Informationen stelle sich das Geschehen als Amoktat eines psychisch beeinträchtigten Menschen dar.

„Amoktat“ in Berlin: Auto rast in Menschenmenge und trifft Schulklasse auf Abschlussfahrt – neue Details

Update vom 8. Juni, 22.53 Uhr: Am späten Abend hat sich nun auch Bundeskanzler Olaf Scholz zu der Amok-Fahrt in Berlin geäußert. „Die grausame Amoktat an der Tauentzienstraße macht mich tief betroffen“, schrieb der SPD-Politiker am Mittwochabend bei Twitter. „Die Reise einer hessischen Schulklasse nach Berlin endet im Alptraum. Wir denken an die Angehörigen der Toten und an die Verletzten, darunter viele Kinder. Ihnen allen wünsche ich eine schnelle Genesung.“

Karte zeigt den Unfallort in Berlin.
Karte zeigt den Unfallort in Berlin. © Grafik: A. Brühl, Redaktion: J. Schneider /dpa

Update vom 8. Juni, 22.43 Uhr: Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey bekräftigt, dass in dem Wagen kein Bekennerschreiben gefunden wurde. „Es gibt entgegen der Aussagen, die zwischendurch mal kamen, kein Bekennerschreiben“, sagte die SPD-Politikerin am Mittwochabend im ZDF-„heute journal“. Es seien auf der Rückbank des Wagens lediglich zwei Plakate gefunden worden. Es sei noch nicht geklärt, ob diese im Zusammenhang mit dem Vorfall stünden, wem sie gehörten und ob dahinter eine politische Aussage stehe. „Wir haben in den ersten Vernehmungen da auch noch keine klaren Aussagen bekommen.“ Die Polizei ermittelt nach Giffeys Worten in alle Richtungen.

Innensenatorin spricht von „Amoktat eines psychischen Beeinträchtigten“

Update vom 8. Juni, 21.31 Uhr: Berlins Innensenatorin Iris Spranger hat die Todesfahrt eines 29-Jährigen in der Hauptstadt am Mittwoch als „Amoktat“ bezeichnet. „Nach neuesten Informationen stellt sich das heutige Geschehen in der Tauentzienstraße als eine Amoktat eines psychisch beeinträchtigten Menschen dar“, erklärte Spranger am Abend auf Twitter. Bei dem Vorfall am Mittwochvormittag waren eine Frau getötet und mehrere weitere Menschen teils schwer verletzt worden.

Amoktat in Berlin: Polizei ermittelt in alle Richtungen

Update vom 8. Juni, 21.09 Uhr: Nach neustem Kenntnisstand der Polizei sind neben der getöteten Lehrerin 14 Menschen verletzt worden. Bei den Verletzten handele es sich ausschließlich um Menschen aus der Schülergruppe, mit der die Lehrerin aus Hessen in Berlin unterwegs gewesen war, sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur am Mittwochabend. Fünf oder sechs Menschen davon seien lebensbedrohlich verletzt worden, drei weitere schwer verletzt. Wegen der dynamischen Lage schwankten die Angaben noch, hieß es.

Derweil hat die Präsidentin der Hauptstadt-Polizei die Offenheit der Ermittlungen betont. Man ermittele wirklich in alle Richtungen, sagte Barbara Slowik am Mittwochabend im RBB. Psychische Beeinträchtigungen des 29 Jahre alten Fahrers seien zwar nicht auszuschließen, aber alle anderen Hintergründe ebenso wenig. Die Polizei schließe im Moment „gar nichts“ aus.

Die Ermittlungen würden von einer Mordkommission geführt, sagte Slowik. „Hinweise auf eine politische Tat haben wir derzeit so nicht, dass wir jetzt den Staatsschutz sozusagen die Ermittlungen übernehmen lassen würden.“ Die Polizei werde etwa das Auto des Fahrers noch kriminaltechnisch untersuchen. Ermittler setzen Slowik zufolge auch auf Fotos und Videos, die von Zeugen auf einer Hinweisplattform hochgeladen werden könnten. Dies helfe immens für eine schnelle Auswertung.

Gedächtnisgottesdienste für Tote und Verletzte nach Auto-Vorfall in Berlin

Update vom 8. Juni, 20.44 Uhr: Nach dem Auto-Vorfall haben zahlreiche Menschen in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche der Toten und Verletzten gedacht. Unter den Gästen waren unter anderem Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne), Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey und Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse (beide SPD), aber auch Einsatzkräfte der Feuerwehr und Polizei. Auch viele Bürgerinnen und Bürger drückten bei der Andacht ihre tiefe Anteilnahme aus.

Auf arglose Menschen sei bei dem Vorfall am Mittwoch „brutale Gewalt“ eingebrochen, sagte die Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein bei der Andacht. „Eine solche Situation verschlägt uns die Sprache.“ Viele Zeugen und Betroffene hätten noch die Schreie der Menschen in den Ohren, sagte Trautwein.

„Das war eine sehr berührende Andacht, die ja auch nochmal für viele Menschen die Möglichkeit war, diesen Tag heute irgendwie zu verarbeiten“, sagte Giffey. „Es war gut, dass wir hier zusammengekommen sind. Aber es ist schwer, an so einem Tag auch Trost zu finden“, sagte Giffey.

Nach Auto-Vorfall in Berlin: Trauriger Tag für Bad Arolsen - Schüler kehren zurück

Update vom 8. Juni, 20.30 Uhr: Die von dem schrecklichen Auto-Vorfall in Berlin betroffenen Schüler sollen eine Anlaufstelle in ihrer Schule finden. An diesem Donnerstag werde die Schule bereits ihren Regelbetrieb aufnehmen und zugleich die Schüler in Empfang nehmen, die aus Berlin mit Bussen zurückgebracht würden, sagte der Bürgermeister von Bad Arolsen, Marko Lambion (unabhängig) der Deutschen Presse-Agentur. Betroffen sei eine Abschlussklasse mit 24 Schülern einer Realschule in Bad Arolsen. Sie sollten betreut und aufgefangen werden. Eine ihrer Lehrerinnen kam ums Leben.

Sechs Menschen erlitten lebensgefährliche Verletzungen. Hinzu kamen drei Schwerverletzte und mehrere Leichtverletzte. Unter den Verletzten befanden sich auch zahlreiche Schülerinnen und Schüler der zehnten Klasse aus Nordhessen, ein Lehrer wurde schwer verletzt.

Nach Angaben des Bürgermeisters Lambion hatte die Klasse gerade erst ihre Abschlussprüfungen geschrieben und wollte mit ihrer Lehrerin die Abschlussfahrt nach Berlin unternehmen. Dies sei „natürlich als freudiges Ereignis geplant“ gewesen. „Der Tag hier in Bad Arolsen war sehr traurig. Unser Mitgefühl ist bei der Familie der Lehrerin und wir sind natürlich in Gedanken bei allen Angehörigen und wünschen Kraft und Trost in dieser schwierigen Zeit“, so der Bürgermeister. „Natürlich sind wir auch bei den Schülerinnen und Schülern, die dieses Ereignis heute miterleben mussten.“ Derzeit organisiere man die Ankunft der Schüler, wann diese eintreffen, stehe noch nicht fest.

Auto rast in Berlin in Menschenmenge: Untersuchungen gehen Donnerstag weiter

Update vom 8. Juni, 19.18 Uhr: Auch Stunden nach dem tödlichen Auto-Vorfall nahe der Berliner Gedächtniskirche sichert die Polizei noch vor Ort Beweise. Nach Angaben der Beamten dort soll die Beweissicherung bis in den späten Mittwochabend laufen. Ziel sei es, die Straße wieder freizugeben. Die Untersuchungen vor Ort werden den Ermittlern zufolge am Donnerstag weitergehen.

Die Polizei ging am Abend von insgesamt etwa 20 Verletzten aus. Eine konkrete Zahl könne wegen der dynamischen Lage aber weiter nicht genannt werden, hieß es. Neben der getöteten Lehrerin aus Hessen gebe es derzeit kein weiteres Todesopfer. Viele Menschen seien in psychologischer Betreuung.

Berlin: Auto rast in Menschenmenge - SEK durchsucht Wohnung des Fahrers

Update vom 8. Juni, 19.18 Uhr: Während sich der 29-jährige Fahrer und Tatverdächtige in Gewahrsam der Polizei befindet, durchsuchte eine SEK-Einheit dessen Wohnung in Berlin-Charlottenburg. Darüber berichtet die Bild. Auf Fotos, die die Zeitung zeigt, sind mehrere vermummte SEK-Kräfte zu sehen. So verschafften sich offenbar zwei Teams (insgesamt zehn Mann) Zutritt zur Wohnung. Dabei kam wohl auch ein Erkundungsroboter zum Einsatz. Allerdings ist noch unklar, ob die Polizei in der Wohnung etwas gefunden hat. Nach Informationen der Bild soll es sich um eine Sicherheitsmaßnahme gehandelt haben.

Auto fährt in Berlin in Menschen: Augenzeuge schildert schreckliche Szenen

Update vom 8. Juni, 18.45 Uhr: Bislang gibt es keine neuen Informationen zum Tatmotiv oder dem Zustand der Verletzten. Doch Augenzeugenberichte beschreiben die schrecklichen Vorfälle vom Vormittag. Ein Kellner der Osteria Ferri’s, die gegenüber dem Tatort liegt, sagte der Berliner Zeitung: „Das war wie im Film. Ich stehe da und höre plötzlich so ein gruseliges Geräusch. Ich dachte erst, da ist irgendein Dach runtergekommen.“ Dann habe er durch das Fenster gesehen, was passiert war. Alles sei sehr schnell gegangen. Das Auto soll laut dem Kellner sicher mit 100 Kilometern pro Stunde über den Bürgersteig an ihm vorbeigerauscht sein. „Da sind die Körper nur so durch die Luft geflogen“, so der Mann.

„Ich bin auf die Straße gerannt, da lag ein Mensch, voll mit Blut. Bei mir lief alles wie auf Autopilot ab, ich wollte, glaube ich, instinktiv helfen. Nach ein paar Augenblicken ist mir dann klar geworden, was passiert ist.“ Er habe dann nach eigenen Angaben versucht, mehrere Verletzte zu versorgen.

Auto rast in Berlin in Menschenmenge: Innensenatorin weist Meldung über Bekennerschreiben zurück

Update vom 8. Juni, 17.04 Uhr: Nach dem tödlichen Vorfall mit einem Auto in Berlin hat Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) Meldungen über ein im Fahrzeug entdecktes Bezichtigungsschreiben zurückgewiesen. „Ein richtiges Bekennerschreiben gibt es nicht“, sagte sie am Mittwoch nach einem Besuch am Ort des Geschehens. In dem Auto seien jedoch Plakate mit Äußerungen „über die Türkei“ entdeckt worden. Zu weiteren Einzelheiten machte die Innensenatorin zunächst keine Angaben.

„Wir müssen in alle Richtungen ermitteln“, betonte Spranger. Das können Stunden oder Tage dauern. Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD), die mit der Senatorin die Einsatzstelle besuchte und dort anschließend mit Journalisten sprach, warnte vor Spekulationen. Die Berliner Polizei werde „seriös ermitteln“ und alle Erkenntnisse umgehend veröffentlichen. Es sei noch nicht genau bekannt, welche Motivation hinter dem Vorfall stehe, betonte sie. „Es wird in allen Richtungen ermittelt.“

Eine Frau starb, nach Angaben der Feuerwehr gab es außerdem neun Schwerstverletzte. Betroffen war laut Behörden unter anderem auch eine Schulklasse aus Hessen auf Klassenfahrt. Bei der Toten handelte es sich um eine Lehrerin. Auch ein Lehrer der Klasse wurden demnach schwer verletzt. Unter den Verletzten befanden sich auch zahlreiche Schülerinnen und Schüler. Sie würden psychologisch betreut, sagte Spranger. Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) sagte: „Wir haben umgehend Notfallbetreuungsteams nach Bad Arolsen geschickt, um den Angehörigen, Mitschülerinnen und Mitschülern sowie den Lehrkräften beizustehen.“ Ein Team aus der Schule sei auf dem Weg nach Berlin, um den Jugendlichen vor Ort sowie ihren Eltern zur Seite zu stehen. „Neben der Aufklärung dieses Vorfalls ist es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler über die traumatischen Erlebnisse sprechen können.“

Mitten in Berlin rast ein Clio in eine Menschenmenge und kracht in Schaufenster.
Mitten in Berlin rast ein Clio in eine Menschenmenge und kracht in Schaufenster. © ADAM BERRY/afp

Tödlicher Vorfall in Berlin: Auto rast in Menschenmenge - Lehrerin aus Hessen stirbt

Update vom 8. Juni, 16.36 Uhr: Eine Lehrerin aus Hessen ist bei dem Vorfall mit einem Auto in Berlin ums Leben gekommen. Die Frau sei mit einer zehnten Klasse einer Schule aus dem nordhessischen Bad Arolsen in Berlin gewesen, teilte die hessische Landesregierung am Mittwoch mit. Das deckt sich mit den Informationen unseres Nertzwerk-Portals hna.de.

Update vom 8. Juni, 16.08 Uhr: Der Täter war nach dpa-Informationen mit einem Auto unterwegs, das seiner älteren Schwester gehört. Er soll der Polizei bereits bekannt gewesen sein, allerdings nicht in Zusammenhang mit Extremismus.

Update vom 8. Juni, 15.57 Uhr: Mehrere Stunden nachdem ein Autofahrer in Berlin in eine Menschengruppe gefahren war, ist am Mittwochnachmittag das Europacenter zum Teil geräumt worden. Grund sei die genauere Untersuchung des Autos des Täters, das gegenüber des großen Einkaufszentrums auf der anderen Seite der Tauentzienstraße stand. Es gehe um eine reine Vorsichtsmaßnahme, falls sich in dem Wagen etwas Gefährliches befinden sollte, so die Polizei.

Auto rast in Berlin in Menschenmenge: Wohl Schulklasse aus Hessen betroffen - Bericht über Bekennerschreiben

Update vom 8. Juni, 15.45 Uhr: Wie die Bild berichtet, haben die Ermittler ein Bekennerschreiben in dem Auto gefunden. Das Motiv soll aber noch weiter unklar sein. Offenbar sagte ein Ermittler gegenüber der Zeitung: „Auf keinen Fall ein Unfall – ein Amokläufer, ein eiskalter Killer.“ Diese Informationen wurden bislang aber noch nicht von offizieller Seite bestätigt.

Update vom 8. Juni, 15.23 Uhr: Nach Informationen unserer Redaktion kommt die Schulklasse, die von dem tödlichen Auto-Vorfall in Berlin betroffen ist, aus dem nordhessischen Bad Arolsen (Landkreis Waldeck-Frankenberg). Das geht aus Recherchen unseres Nertzwerk-Portals hna.de hervor. Die Klasse gehört demnach zu der Kaulbach-Schule.

An der Schule tagt derzeit ein Krisenstab. Auch die Polizei, Rettungskräfte und Seelsorger sind zugegen. Bei der getöteten Frau soll es sich um eine Lehrerin der Schule handeln.

Update vom 8. Juni, 14.51 Uhr: Nach dem tödlichen Vorfall mit einem Autofahrer in Berlin spricht die Feuerwehr mittlerweile von sechs Menschen mit lebensbedrohlichen Verletzungen. Hinzu kämen drei Schwerverletzte sowie mehrere Leichtverletzte, sagte ein Feuerwehrsprecher vor Ort. Eine Gesamtzahl nannte er nicht. Zuvor war von fünf Menschen in Lebensgefahr die Rede gewesen. Eine Frau kam ums Leben.

Der silberne Renault Clio raste erst in eine Menschenmenge und krachte dann in ein Schaufenster.
Der silberne Renault Clio raste erst in eine Menschenmenge und krachte dann in ein Schaufenster. © ODD ANDERSEN/afp

Tödlicher Vorfall in Berlin: Bundesregierung drückt ihr Mitgefühl aus - „betroffen und erschüttert“

Update vom 8. Juni, 14.35 Uhr: Die Bundesregierung hat nach dem tödlichen Vorfall mit einem Autofahrer in Berlin ihr Mitgefühl ausgedrückt. Die Regierung sei „sehr betroffen und erschüttert“, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Hoffmann am Mittwoch. Die Gedanken und das Mitgefühl seien bei den Verletzten und ihren Angehörigen.

Auch ein Sprecher von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) drückte den Betroffenen Mitgefühl aus. „Vor allen Dingen gilt unsere Hoffnung, dass die Schwerverletzten und Verletzten wieder genesen“, sagte er. Ermittlungen und Aufklärung liefen unter Hochdruck, es sei aber zu früh, über Hintergründe zu sprechen.

Auto fährt in Menschenmenge: Schülergruppe betroffen

Update vom 8. Juni, 14.01 Uhr: Bei dem tödlichen Auto-Vorfall in Berlin ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur eine Schülergruppe betroffen. Die Polizei machte am Mittwoch zunächst keine Angaben dazu und verwies auf Angehörige, die noch informiert werden müssten. Bei dem Todesopfer handelt es sich um eine Frau. Die Schülergruppe kam nach dpa-Informationen nicht aus Berlin.

Renault-Kleinwagen fährt in Menschenmenge - Berlins regierende Bürgermeisterin Giffey sagt Betroffenen Unterstützung zu

Update vom 8. Juni, 13.59 Uhr: Auf der beliebten Einkaufsmeile nahe der Berliner Gedächtniskirche ist ein Renault-Kleinwagen in eine Menschengruppe gefahren. Die Ursache für den Vorfall ist derzeit unklar. Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) sagte den Betroffenen am Mittwoch Unterstützung zu. „Wir werden alles dafür tun, den Betroffenen zu helfen.“ Ebenso werde alles dafür getan, den Hergang aufzuklären. „Wir wissen, dass wir eine Tote und zehn Schwerverletzte haben.“ Sie wollte sich am Nachmittag auch ein Bild von der Lage vor Ort machen. „Jetzt ist es erstmal wichtig, dass die Verletzten versorgt werden.“ Zudem brauchten die Angehörigen, die unter Schock stünden, Hilfe und Beistand.

Der Unfallort befindet sich unweit der Gedächtniskirche am Breitscheidplatz in Berlin-Charlottenburg. Dort war im Dezember 2016 ein islamistischer Attentäter in einen Weihnachtsmarkt gefahren. Damals starben zwölf Menschen, mehr als 70 wurden verletzt.

Auto rast in Menschenmenge - Fahrer von Passanten festgehalten und an Einsatzkräfte übergeben

Update, 13.12 Uhr: Es ist ein trauriger Tag in Berlin. Nach und nach werden immer mehr Details zur Todesfahrt bekannt. Der Fahrer ist 29 Jahre alt, teilt die Polizei mit. „Es handelt sich um einen in Berlin lebenden Deutsch-Armenier“, schreibt die Polizei auf Twitter. Der Mann hat einen silbergrauen Renault Clio gefahren. „Der Fahrer soll in der Tauentzienstraße zunächst in eine Personengruppe und dann in ein Schaufenster gefahren sein. Er wurde von Passanten festgehalten und an die Einsatzkräfte übergeben.“

Zunächst ist noch unklar, ob es sich um eine vorsätzliche Tat handelt oder um einen Unfall „vielleicht sogar mit einem medizinischen Notfall als Grundlage“, sagte Polizeisprecher Thilo Cablitz am Ort des Geschehens.

Nach Informationen der Bild soll es sich bei der Toten um eine Lehrerin handeln, die mit ihrer Schülergruppe in der Tauentzienstraße unterwegs gewesen war. Nach Angaben der Feuerwehr sind acht Menschen verletzt worden, fünf schweben in Lebensgefahr und drei sind schwer verletzt. Zudem gibt es zahlreiche Leichtverletzte. Bei den Opferzahlen gab es teils noch widersprüchliche Angaben.

Die Polizei hat eine Hotline für Angehörige eingerichtet: „Die Personenauskunftsstelle für Angehörige ist erreichbar unter 030 - 84854460.“

In Berlin ist am Mittwoch ein Auto in eine Menschenmenge und danach in ein Geschäft gerast. Eine Person starb.
In Berlin ist am Mittwoch ein Auto in eine Menschenmenge und danach in ein Geschäft gerast. Eine Person starb. © MACDOUGALL / AFP

Auto fährt mitten in Berlin in Menschenmenge – Polizei appelliert an Zeugen

Update, 12.47 Uhr: Die Polizei bittet Zeuginnen und Zeugen Hinweise und Video sowie Fotos zum Vorfall an der Tauentzienstraße an ihr Hinweisportal zu übersenden. „Bitte verbreiten Sie keine Aufnahmen vom Ereignisort im Netz“, appelliert die Polizei auf Twitter.

Update, 12.45 Uhr: Bei dem schrecklichen Drama mitten in Berlin war auch John Barrowman vor Ort. Der Schauspieler wurde Augenzeuge der Geschehnisse und schilderte emotional seine Eindrücke.

Auto fährt in Berlin auf Menschenmenge: Acht Personen schwer verletzt – fünf davon lebensbedrohlich

Update, 12.38 Uhr: Fünf Menschen sind in Berlin lebensgefährlich verletzt worden, weitere drei Menschen wurden schwer verletzt und ein Mensch starb. Das sagte ein Feuerwehrsprecher am Mittwoch. Außerdem wurden Menschen leicht verletzt, wie viele, sagte die Feuerwehr zunächst nicht. Die Polizei sprach von insgesamt mehr als einem Dutzend Verletzten.

Die Unfallspezialisten der Verkehrspolizei sowie die Kriminalpolizei untersuchen nun, ob es sich um einen Unfall oder um eine vorsätzliche Tat handele, so die Polizei. Dazu müsse auch die Identität des Fahrers des Renault Clios geklärt werden. Die Polizei hatte den Mann vorläufig festgenommen.

Update, 12.31 Uhr: Die Berliner Innensenatorin Iris Spranger schreibt zum Vorfall nahe der Gedächtniskirche am Ku‘damm auf Twitter: „Ich bin schockiert über den Vorfall in Charlottenburg. Ich bin in der Lagezentrale und informiere mich laufend. Meine Gedanken und mein tiefes Mitgefühl sind bei allen Betroffenen!“

Auto fährt in Berlin auf Gehweg in Menschenmenge – Passanten stellten den Fahrer

Update, 12.09 Uhr: Bei dem Fahrer soll es sich um einen Mann handeln, berichtet ntv. Immer mehr Details zum Vorfall werden bekannt. Der Autofahrer soll demnach mit seinem Renault Clio auf einem Bürgersteig in eine Menschenmenge gefahren sein und dann etwa 200 Meter weiter Höhe Marburger Straße ein Schaufenster einer Douglas-Filiale gekracht. Auf dem Bürgersteig saßen Menschen an Tischen eines Lokals.

„Der Fahrer des Clios ist von einem Passanten festgehalten worden“, sagte Polizeisprecher Thilo Cablitz. Später habe ein Polizeibeamter den Mann vor Ort festgenommen. Alter und Herkunft nannte die Polizei zunächst noch nicht. Die Polizei ist inzwischen mit 130 Einsatzkräften vor Ort.

Berlin: Auto fährt in Menschenmenge.
Berlin: Auto fährt in Menschenmenge. © ODD ANDERSEN/afp

Auto rast in Berlin in Menschenmenge: Ein Toter, Fahrer festgenommen – erste Details zum Hergang

Update, 11.47 Uhr: Die Berliner Polizei gibt ein erstes Statement ab: Um 10.30 Uhr ist ein Mann mit seinem Auto am Tauentzien erst in eine Personengruppe gefahren und hat mehrere Personen verletzt, eine Person ist leider gestorben. Dann ist der Mann offenbar wieder zurück auf die Fahrbahn und dann in ein Schaufenster gefahren und dort zum Stehen gekommen.

Ob es sich um einen Unfall oder ein absichtliches Vorgehen „Vorsatztat“ des Fahrers handelt, ist zunächst noch unklar. Auch einen medizinischen Vorfall schließt ein Sprecher der Polizei derzeit nicht aus. Weitere Informationen zu dem Fahrer oder Fahrerin gibt es zunächst keine. Der Fahrzeuglenker werde von der Polizei vernommen.

Die Feuerwehr ist nach eigenen Angaben mit rund 60 Einsatzkräften vor Ort, um weiter Verletzte zu versorgen. Die Schwerverletzten seien jedoch bereits in Krankenhäuser transportiert worden.

Fahrzeug rast nahe Berliner Breitscheidplatz in Menschenmenge: Ein Toter – mutmaßlicher Fahrer festgehalten

Erstmeldung

Berlin – Im Berliner Stadtteil Charlottenburg ist am Mittwochvormittag ein Auto in eine Menschenmenge gerast. Eine Person ist ums Leben gekommen, mehrere Menschen wurden verletzt. Nach Angaben der Feuerwehr handelt es sich um acht Verletzte.

„Ob es sich um einen Unfall handelt oder vorsätzliches Handeln, ist zunächst noch nicht bekannt“, twittert die Polizei. Der Fahrer sei vor Ort festgehalten worden. Zuerst berichtet der rbb unter Berufung auf einen Sprecher der Feuerwehr in Berlin über den Vorfall.

Berlin: Auto rast in Menschenmenge – ein Toter, mehrere Verletzte

Der schreckliche Unfall ereignete sich in der Tauentzienstraße in Berlin nahe der Gedächtniskirche und dem Kurfürstendamm. Die Feuerwehr ist mit 60 Einsatzkräften vor Ort. Auch schwerbewaffnete Polizisten sollen vor Ort sein. Offenbar ist ein Kleinwagen in ein Ladengeschäft gerast, wie auf mehreren unbestätigten Fotos in den sozialen Netzwerken zu sehen ist. Das Auto durchbrach die Scheibe eines Schaufensters und kam dort zum Stehen. Das Heck des Fahrzeugs ist noch zu sehen. Der mutmaßliche Fahrer des Fahrzeugs wurde von der Polizei vor Ort festgehalten.

Berlin: Auto fährt in Menschenmenge

Um 10.30 Uhr am Mittwoch ereignete sich das schwere Unglück an der Ecke Rankestraße/Tauentzienstraße. Das Fahrzeug stehe zum Teil auf dem Bürgersteig, zum Teil in einem Ladengeschäft. Die Zahl der Verletzten wurde nach unten korrigiert. Anfangs hieß es, dass es 30 Verletzte gegeben habe.

Der Vorfall ereignete sich unweit des Breidscheidplatz, an dem am 19. Dezember 2016 bei einem Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt zwölf Menschen starben und mehr als 70 verletzt wurden.

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