Festnahmen in Marseille

Terroranschlag vor Frankreich-Wahl vereitelt

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Polizisten einer Spezialeinheit während des Einsatzes im südfranzösischen Marseille.

Paris - Fünf Tage vor der Präsidentenwahl nehmen französische Ermittler zwei Terror-Verdächtige fest. Mehr als 50.000 Polizisten und Militärs sollen den ersten Wahlgang am Sonntag schützen.

Mit der Festnahme zweier Terrorverdächtiger hat Frankreich nach Regierungsangaben einen Anschlag unmittelbar vor der Präsidentenwahl verhindert. Die beiden Franzosen hätten in den kommenden Tagen zur Tat schreiten wollen, sagte Innenminister Matthias Fekl. Es handele sich um "radikalisierte Männer" - diese Formulierung wird in Frankreich in der Regel für mutmaßliche Islamisten benutzt.

Beamte des Inlandsgeheimdienstes DGSI nahmen die Verdächtigen am Dienstagvormittag mit Unterstützung einer Spezialeinheit in Marseille fest. Der Minister betonte, es werde alles getan, um die beiden Wahlgänge am kommenden Sonntag und am 7. Mai zu schützen.

Fotos der beiden Männer waren vergangene Woche an Sicherheitsdienste mehrerer Präsidentschaftskandidaten übermittelt worden. Das berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf das Umfeld des Sozialliberalen Emmanuel Macron und auf die Rechtspopulistin Marine Le Pen. Die Sicherheitsbeamten des Konservativen François Fillon seien über Gefahren für den Kandidaten informiert worden, hieß es es aus Kreisen seiner Partei. Fillon erklärte: "Die Demokratie darf vor den Bedrohungen und Einschüchterungen der Terroristen nicht einknicken."

Nach Angaben Fekls sind die Festgenommenen 1987 und 1993 geboren worden, genaue Geburtsdaten nannte er nicht. Auch mit Details zu den Ermittlungen hielt sich der Minister zurück und verwies auf die Pariser Staatsanwaltschaft, die sich zu gegebener Zeit äußern werde. Aus Ermittlerkreisen hieß es am Nachmittag, dass eine Durchsuchung in Marseille noch andauere. Staatspräsident François Hollande lobte die Arbeit der Ermittler: "Das ist ein bemerkenswerter Fang."

Frankreich war in den vergangenen Jahren das Ziel mehrerer schwerer Terroranschläge mit 238 Todesopfern seit Anfang 2015. Seit der Pariser Terrornacht vom 13. November 2015 gilt der Ausnahmezustand. Mehr als 50.000 Polizisten und Militärs sollen den ersten Wahlgang am kommenden Sonntag absichern.

dpa

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