Bürgerkrieg in Syrien

Aktivisten: 16 Kinder bei Luftangriff nahe Schule in Idlib getötet

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Der Bürgerkrieg in Syrien nimmt kein Ende.

Trotz offizieller Waffenruhe ist in der Provinz Idlib seit Dezember eine Offensive im Gang. Bei einem Luftangriff sind jetzt Berichten zufolge 16 Kinder getötet worden.

Idlib - Mindestens 16 Kinder sind am Mittwoch nach Angaben von Aktivisten bei einem Luftangriff nahe einer Schule in der syrischen Provinz Idlib getötet worden. Insgesamt habe es 20 Opfer bei der Attacke in Kafr Batich gegeben, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. In der Nähe der Schule befindet sich demnach ein Kontrollpunkt des Dschihadistenbündnisses Hajat Tahrir al-Scham, das den Großteil der Provinz kontrolliert.

Das Älteste der getöteten Kinder sei elf Jahre alt gewesen, erklärte die Beobachtungsstelle. Es sei unklar, ob syrische oder russische Flugzeuge den Angriff flogen. Laut der oppositionsnahen Organisation, die ihre Informationen von Ärzten und Aktivisten vor Ort bezieht, waren bereits am Dienstag in einem informellen Flüchtlingslager neun Zivilisten bei einem Luftangriff getötet worden. Für Medien sind die Angaben kaum zu überprüfen.

Offensive trotz Waffenruhe

In Idlib gilt theoretisch seit vergangenem Jahr eine regionale Waffenruhe, doch starteten die Regierungstruppen mit russischer Luftunterstützung Ende Dezember eine Offensive, bei der sie weite Gebiete im Südosten der Provinz von den Rebellen eroberten. Ziel der Offensive war es, einen strategisch wichtigen Militärstützpunkt unter ihre Kontrolle zu bringen und die wichtige Autobahn zwischen Hama und Aleppo zu sichern.

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AFP

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