Acht Verletzte in Surgut

Vater des Täters als religiöser Hardliner bekannt - IS reklamiert Messerangriff in Russland für sich

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Bei einem Messerangriff in Russland sind acht Menschen verletzt worden. Der Täter ist getötet worden. 

Ein Mann hat in Russland wahllos auf Menschen eingestochen. Der Angreifer soll erschossen worden sein.

Update 17.36 Uhr: Nach Angaben des russischen Ermittlungskomitees wurde zunächst untersucht, ob der Täter des Messerangriffs vom Samstag womöglich psychisch erkrankt gewesen sei. Später wiederholten die russischen Sicherheitsbehörden diese Vermutung in einer Erklärung der Polizei nicht mehr. Der Angreifer habe versucht, sich den Polizeibeamten zu widersetzen, bevor er erschossen wurde, hieß es. Zwei seiner Opfer wurden demnach schwer verletzt. Die anfängliche Einschätzung der russischen Ermittler, dass es sich wohl nicht um einen terroristischen Angriff handelte, hatte bei Internet-Nutzern kritische Kommentare zur Folge. Der prominente Oppositionelle Alexej Nawalny schrieb im Onlinedienst Twitter: "Ein Mann, der mit einem Messer herumrennt und möglichst viele Menschen töten will. Was ist das, wenn es kein Anschlag ist?"

Vater des Täters als religiöser Hardliner bekannt

Nach offiziell nicht bestätigten Zeitungsberichten soll der Angreifer ein 19-Jähriger sein, dessen Vater bei den Behörden wegen radikaler religiöser Ansichten bekannt ist. Er soll aus der überwiegend muslimischen Region Dagestan im Nordkaukasus stammen. Nachdem am 3. April in St. Petersburg ein Selbstmordattentäter 15 Menschen in der U-Bahn getötet hatte, hatte Moskau die Sicherheitsmaßnahmen im Land verschärft. Zuvor hatte es in Finnland eine Messerattacke im Zentrum der Stadt Turku gegeben. Dabei wurden am Freitag zwei Frauen getötet und acht weitere Menschen verletzt. Tatverdächtiger ist ein 18-jähriger Marokkaner, der festgenommen wurde. Die Polizei in Finnland stuft den Angriff klar als Terroranschlag ein. Zu dem Angriff hat sich bisher niemand bekannt.

Update 16.39 Uhr: Der Angreifer, der von der Polizei erschossen wurde, soll den russischen Behörden zufolge ein Mann aus der Gegend sein. Nach Angaben des russischen Ermittlungskomitees wird untersucht, ob er womöglich psychisch erkrankt war.

Update 15.54 Uhr: Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Messerangriff in der sibirischen Stadt Surgut für sich reklamiert. Der Angreifer habe zu den „Soldaten des Islamischen Staates“ gehört, meldete das IS-Sprachrohr Amaq am Samstag unter Berufung auf nicht näher genannte Sicherheitsquellen. Die Echtheit der Nachricht ließ sich zunächst nicht verifizieren. Sie wurde aber über die üblichen IS-Kanäle verbreitet.

Der Täter hatte am Samstag in der sibirischen Ölstadt sieben Menschen mit dem Messer verletzt, bevor er von der Polizei erschossen wurde. Einen möglichen Terroranschlag wiesen die russischen Behörden zurück. Ungewöhnlich ist aber, dass der Leiter des Staatlichen Ermittlungskomitees in Moskau, Alexander Bastrykin, die Ermittlungen an sich gezogen hat.

Surgut - Ein mit einem Messer bewaffneter Mann hat am Samstag in Surgut im äußersten Norden Russlands wahllos auf Passanten eingestochen und dabei acht Menschen verletzt. Wie das russische Ermittlungskomitee mitteilte, wurde der Angreifer von der Polizei erschossen. Die Attacke ereignete sich demnach gegen 11.20 Uhr Ortszeit (08.20 Uhr MESZ) auf offener Straße im Zentrum der sibirischen Stadt. Zwei der Opfer seien schwerverletzt, erklärte die Regierung des Bezirks Chanti-Mansi, in dem die Stadt liegt. Die Identität des mutmaßlichen Täters war demnach zunächst unklar. Die Regierung rief die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren. Die Medien sollten auf alle Spekulationen verzichten. Surgut liegt rund 2100 Kilometer nordöstlich von Moskau.

dpa

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