Texanischer Stromanbieter

Starinvestor Buffett unterliegt im Wettbieten um Oncor

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Für den 86 Jahre alten Buffett ist es eine seltene Erfahrung, bei Firmenübernahmen ausgebootet zu werden. Foto: Larry W. Smith

Dallas/San Diego (dpa) - Der US-amerikanische Starinvestor Warren Buffett hat beim Bieterwettkampf um den texanischen Stromanbieter Oncor den Kürzeren gezogen.

Der kalifornische Energiekonzern Sempra gab bekannt, mit einem Gebot in Höhe von 9,45 Milliarden Dollar (8,05 Mrd. Euro) den Zuschlag für die insolvente Oncor-Mutter Energy Future Holdings (EFH) erhalten zu haben.

Buffetts Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway hatte neun Milliarden Dollar geboten und war nicht bereit, die Offerte anzuheben.

Buffetts Gesellschaft hatte sich bei der geplanten Übernahme zwar die Rückendeckung wichtiger Anteilseigner gesichert. Mit dem Hedgefonds Elliott Management aus dem Imperium des Investors Paul Singer hatte sie aber den größten Oncor-Gläubiger gegen sich. Elliott hatte das Berkshire-Angebot als zu niedrig kritisiert und zuletzt noch einmal EFH-Anteile zugekauft, um den Verkauf blockieren zu können.

Die Übernahme durch Sempra werde man aber unterstützen, sagte ein Sprecher des Hedgefonds auf Nachfrage. Der Deal sei deutlich besser als das Angebot von Berkshire. Singer ist bekannt dafür, mit aggressiven Methoden seinen Willen durchzusetzen. Zuletzt hatte sein Einfluss bei der Absetzung des früheren Siemens-Chefs Klaus Kleinfeld beim US-Konzern Arconic für Aufsehen gesorgt.

Für den 86 Jahre alten Buffett ist es eine seltene Erfahrung, bei Firmenübernahmen ausgebootet zu werden. Der Staranleger ist es gewohnt, mit offenen Armen empfangen zu werden. Oncor ist mit rund zehn Millionen Kunden der größte Stromanbieter in Texas. Samt übernommener Schulden zahlt Sempra für die seit drei Jahren im Insolvenzverfahren steckende Muttergesellschaft EFH 18,8 Milliarden Dollar.

Sempra-Mitteilung

Berkshire-Mitteilung

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