Nach Wahldebakel

Österreichs Sozialdemokraten siegen bei Wahl in Kärnten

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Es könnte der Startschuss für eine Rehabilitierung der Sozialdemokratie in Österreich sein. Zumindest hat die SPÖ bei der Landtagswahl in Kärnten deutliche Zuwächse verbuchen können.

Klagenfurt - Die Sozialdemokraten in Österreich haben die Landtagswahl im Bundesland Kärnten mit starken Zuwächsen gewonnen. Überraschung des Wahlabends am Sonntag war die Schlappe der Grünen, die nicht mehr über die Fünf-Prozent-Hürde kamen und ausscheiden.

Ministerpräsident Peter Kaiser (SPÖ) erhielt nach dem vorläufigen Endergebnis 47,7 Prozent - 10,6 Prozentpunkte mehr als vor fünf Jahren. Zweitstärkste Kraft wurde in ihrem Stammland die national-konservative FPÖ, der Juniorpartner in der Bundesregierung. Sie legte trotz jüngster Skandale im Bundesland um 7,5 Punkte auf 23,4 Prozent zu. Die konservative ÖVP von Bundeskanzler Sebastian Kurz erzielte 15,4 Prozent - nach 14,4 vor fünf Jahren. Sie hatten sich mehr erwartet. Die Grünen büßten dagegen neun Prozentpunkte ein und kamen nur noch auf drei Prozent. In Kärnten waren 435 0000 Bürger stimmberechtigt. 

Hoffnungsträger Kaiser soll Koalition bilden

Bisher hatte Kaiser eine Mehrparteien-Regierung angeführt, weil Kärnten ein Proporzsystem hatte, nach dem alle Parteien entsprechend ihres Wahlergebnisses in der Landesregierung vertreten waren. Das wurde 2017 aber abgeschafft. Nun muss der als große Hoffnung der Sozialdemokraten geltende Kaiser (59) eine Koalition bilden.

Der Urnengang in Kärnten war bereits die dritte Landtagswahl in Österreich in diesem Jahr. In Niederösterreich und in Tirol war die ÖVP jeweils klarer Sieger geworden. Ein Sieg der Konservativen wird auch am 22. April im Bundesland Salzburg erwartet. Dort will Ministerpräsident Wilfried Haslauer (ÖVP) seine Position verteidigen.

dpa

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