„Wo sind die Prozente hin“

Musikalisch gegen die GroKo - Schulzzugsänger rechnen mit SPD ab 

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Mit den Schulzenbrothers musikalisch gegen die GroKo. 

„Mit voller Kraft“ sollte der Schulzzug in das Kanzleramt rollen. Daraus wurde bekanntlich nichts. Die Schulzenbrothers reagieren mit einem ironischen Video.

Berlin - Gut ein Jahr ist es her, als die SPD ein Umfragehoch nach dem nächsten bejubeln konnte - und Martin Schulz mit dem „Schulzzug“ musikalische Unterstützung erhielt. „Glück auf, der Schulzzug rollt“, textete ein anonymer Fan des Hoffnungsbringers der SPD auf das bei den Sozialdemokraten beliebte Steigerlied. „Ohne Bremsen“ und „mit voller Kraft“ sollte es ins Kanzleramt gehen - geworden ist daraus bekanntlich nichts.

Von der Begeisterung ist bei seinem einstmaligen Befürworter nun nicht mehr viel zu spüren. „Wo sind die Prozente hin?“, fragt der Youtube-Account „Schulzenbrothers“ inzwischen in seinem neusten Video. 

„Basis, stopp die Träumerei!“

Mit dem „Pro(paganda)-Groko-Album“ wolle er subtil erklären, wie die SPD-Mitglieder beim Mitgliederentscheid über eine neue große Koalition abstimmen sollen. „Basis, stopp die Träumerei! Basis, sonst ist alles vorbei“, heißt es im ironischen Video im Stil einer Werbung für Musiksammlungen.

Und es ist nicht seine erste Abrechnung mit der SPD und ihrem gescheiterten Spitzenkandidaten Schulz nach dem desaströsen Wahlergebnissen und den Wirren um eine Regierungsbeteiligung: Vor einigen Tagen hatte „Schulzenbrothers“ musikalisch den „Schulzzug“ zum Endbahnhof gefahren: „Du hast die Basis vergessen, Genosse Schulz“ - in Anlehnung an Nina Hagens vergessenen Farbfilm.

dpa

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