„Gefährliche Nebenwirkungen“

Darum warnt ein Sheriff, nicht auf Hurrikan „Irma“ zu schießen

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Zwei Männer schieben in Fort Lauderdale (Florida) in Ufergegend ihre Fahrräder entlang einer überfluteten Straße.

Es klingt kurios, aber ein Sheriff im vom Hurrikan „Irma“ bedrohten US-Bundesstaat Florida ruft die Bürger dzu auf, nicht auf den Wirbelsturm zu schießen.

"Schießen Sie nicht auf 'Irma'" - mit dieser ungewöhnlichen Warnung hat sich ein Sheriff in Florida an seine Landsleute gewandt. Mit Schusswaffen lasse sich der Wirbelsturm, der in der Nacht zum Montag auf Florida traf, nicht stoppen, twitterte der Sheriff Chris Nocco im Bezirk Pasco an der Westküste des US-Bundesstaats, am Wochenende. Waffengewalt könne in diesem Fall "gefährliche Nebenwirkungen haben".

Der Sheriff reagierte damit auf einen Aufruf auf Facebook, der eigentlich als Scherz gedacht war. Der 22-jährige Ryon Edwards hatte unerwarteten Erfolg mit seiner Einladung zum gemeinsamen Schießen auf "Irma": Mehr als 55.000 Menschen zeigten sich "interessiert" an der Veranstaltung. Viele Facebook-Nutzer teilten Bilder von sich mit Tarnuniformen oder Waffen. Einer schlug vor, Irma mit einem Flammenwerfer entgegenzutreten. Andere verurteilten dagegen den Aufruf und kritisierten, Edwards nehme den Tod von Menschen in Kauf.

"Es ist cool zu sehen, welches Echo das hier hervorgerufen hat", schrieb Edwards daraufhin auf seiner Seite. "Aber mir ist klar geworden, dass die Hälfte der Welt keinen Sarkasmus versteht." In Florida hat die Waffenlobby breite Unterstützung, auch der Sheriff gilt als Befürworter.

AFP

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