IS-Kämpferinnen?

Sechs türkische Frauen im Irak zur höchsten Strafe verurteilt

Ein irakisches Gericht hat sechs türkische Frauen zum Tode verurteilt. Nach Angaben aus irakischen Sicherheitskreisen ereilte eine Deutsche zuvor das gleiche Schicksal. 

Bagdad - Das Gericht verurteilte die sechs Frauen wegen Mitgliedschaft in der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zum Tode. Eine siebte Frau sei zu lebenslanger Haft verurteilt worden, verlautete am Montag aus Justizkreisen in Bagdad. Die Frauen, die alle begleitet von kleinen Kindern vor Gericht erschienen waren, hatten sich kurdischen Peschmerga ergeben, nachdem die IS-Kämpfer im vergangenen Jahr aus Tal Afar vertrieben worden waren.

Nach Angaben aus irakischen Sicherheitskreisen befinden sich hunderte ausländische Frauen und Kinder in irakischer Haft. Mehrere Frauen wurden bereits zum Tode verurteilt, darunter auch eine Deutsche.

Zahlreiche Freiwillige, unter anderem auch aus Europa, schlossen sich dem IS an

Die IS-Miliz hatte im Sommer 2014 weite Regionen in Syrien und im Irak unter ihre Kontrolle gebracht und dort der Bevölkerung gewaltsam das islamische Recht der Scharia aufgezwungen.

Zahlreiche Dschihadisten aus Europa hatten sich dem IS angeschlossen, und viele Frauen waren ihren Männern gefolgt. Inzwischen ist die Extremistenorganisation militärisch im Irak und auch in Syrien nach Angaben der westlichen Regierungen weitgehend besiegt.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa / Syriadeeply.org (Symbolbild)

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