Nach sieben Monaten Vakanz

Richard Grenell soll neuer US-Botschafter in Berlin werden

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Grenell gilt als einer der stärksten Unterstützer des außenpolitischen Kurses von Donald Trump. Foto: Richard Drew

Er hat den Medien jahrelang die US-Weltpolitik erklärt, an einer Hochschule gelehrt und politische Kommentare geschrieben. Und er steht fest hinter Trump: Richard Grenell. Jetzt will der US-Präsident den Kommunikationsexperten als Botschafter nach Berlin schicken.

Washington (dpa) - Der außenpolitische Kommentator Richard Grenell soll neuer US-Botschafter in Deutschland werden. US-Präsident Donald Trump werde ihn nominieren, gab das Weiße Haus am Freitag (Ortszeit) in Washington bekannt. Die Ernennung muss noch vom US-Senat bestätigt werden.

Grenell war von 2001 bis 2008 Sprecher der USA bei den Vereinten Nationen in New York. 2010 hatte er eine Beratungsfirma gegründet. Grenell hatte vor wenigen Tagen nach einem Treffen mit Trump ein Foto der Begegnung ins Internet gestellt und dazu geschrieben: "Danke, Mr. President."

Der 50 Jahre alte Grenell gilt als einer der ersten und stärksten Unterstützer des außenpolitischen Kurses von Donald Trump. Der im Bundesstaat Michigan geborene Kommunikationsberater tritt oft beim konservativen Sender Fox News auf, seine Beiträge erschienen unter anderem im "Wall Street Journal", bei "Politico", CBS News oder CNN.

Die Stelle des US-Botschafters in Berlin ist seit dem Ausscheiden von John Emerson mit dem Amtsantritt Trumps am 20. Januar verwaist. Die Geschäfte werden derzeit vertretungsweise vom Gesandten Kent Logsdon wahrgenommen. Diplomaten in Deutschland und den USA hatten hatten im Interesse der diplomatischen Zusammenarbeit auf eine rasche Besetzung der Stelle gehofft.

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