Großer Wachstumssprung

Puma verdoppelt Gewinn

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Hauptsitz des Sportartikelherstellers Puma in Herzogenaurach. Foto: Daniel Karmann

Es läuft weiter rund bei Puma. Der Konzern mit dem Raubkatzenlogo legt glänzende Jahreszahlen vor - und will 2018 noch höher hinaus.

Herzogenaurach (dpa) - Der Sportartikelhersteller Puma peilt nach dem Teilausstieg des französischen Großaktionärs Kering für 2018 noch größere Wachstumssprünge an.

Dazu wolle der Konzern unter anderem Kooperationen mit Prominenten forcieren und weiter in absatzstarke Produkte für Frauen investieren, kündigte Konzernchef Björn Gulden am Montag in Herzogenaurach an.

Im laufenden Jahr sollen der Umsatz währungsbereinigt um 10 Prozent steigen und das operative Ergebnis (Ebit) um bis zu ein Drittel auf 305 Millionen bis 325 Millionen Euro klettern.

Nach Jahren des Umbaus läuft es beim Adidas-Konkurrenten rund - das zeigte sich gerade an den jüngsten Geschäftszahlen. Den Gewinn unterm Strich hat Puma im vergangenen Jahr auf 136 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Ähnlich rasant stieg das operative Ergebnis, das von 128 Millionen auf 245 Millionen Euro zulegte.

Der Umsatz verbesserte sich um 14 Prozent und stieg erstmals in der Firmengeschichte auf über 4 Milliarden Euro. Insgesamt sei 2017 ein gutes Jahr für Puma gewesen, sagte Gulden. Gleichwohl habe der Konzern noch einen weiten Weg vor sich.

Die Wende nach einer Schwächephase vor einigen Jahren sei vor allem durch die Fokussierung auf Puma als Sportmarke sowie Kooperationen mit Superstars wie Rihanna gelungen, berichtete Gulden. Zudem zahle sich eine stärkere Präsenz in den sozialen Medien aus, was gerade für die junge Generation bedeutend sei.

Ein Wermutstropfen sei jedoch, dass die hochfavorisierten Italiener bei der Endrunde der Fußballweltmeisterschaft in Russland im Sommer fehlen werden. Denn damit entgingen dem Konzern Einnahmen etwa aus Trikotverkäufen, räumte der Konzernchef ein. Zugleich verwies Gulden auf die WM-Teams aus Uruguay, die Schweiz und die erst kürzlich als Partner gewonnene Mannschaft Senegals.

Die glänzenden Zahlen haben laut Gulden den Weg für die größere Unabhängigkeit des fränkischen Konzerns geebnet: Mitte Januar hatte der französische Luxusartikelkonzern Kering angekündigt, die Mehrheit an Puma abzugeben und den Großteil unter seinen Aktionären verteilen zu wollen. Kering selbst würde dann rund 16 Prozent an Puma behalten. Artémis, die Holdinggesellschaft von Kering-Chef François-Henri Pinault, soll künftig etwa 29 Prozent an dem deutschen Unternehmen halten. Der Streubesitz von Puma würde sich dann auf etwa 55 Prozent erhöhen.

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