Nach Annäherung an den Süden

Nordkorea in der Pflicht: Politiker fordern atomare Abrüstung

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Omid Nouripour lobte die Annäherung an den Süden.

Der CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt hat die ersten direkten Gespräche seit zwei Jahren zwischen Nord- und Südkorea begrüßt.

Zugleich forderte er Pjöngjang auf, den Gesprächen vom Dienstag Taten folgen zu lassen. Nur hieran werde sich messen lassen, ob Kim Jong Un tatsächlich daran gelegen sei, die Beziehungen zu den Staaten in der Region "nachhaltig zu verbessern", erklärte der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. 

Gemeinsam mit China und allen anderen Partnern müsse weiter mit Nachdruck an einer diplomatischen Lösung gearbeitet werden, die Nordkorea "schnellstmöglich vom Irrweg des Ausbaus nuklearer und ballistischer Fähigkeiten" abbringe. Deutschland und die EU ständen "als Vermittler bereit". 

Lob für Annäherung

Auch der Grünen-Außenpolitiker Omid Nouripour bezeichnete das Treffen in Panmunjom als "gutes Zeichen". Der südkoreanische Präsident Moon Jae In liege richtig, sich nicht auf die Logik des US-Präsidenten Donald Trump von Drohung und Gegendrohung einzulassen. Der Beschluss Südkoreas und der USA, die gemeinsamen militärischen Übungen bis nach den olympischen Winterspielen auszusetzen, sei ein "wichtiges Signal" der Entspannung. 

Allerdings sei "noch nicht ausgeschlossen, dass für Nordkorea die Gespräche ein Feigenblatt sind, um mehr Zeit für neue Tests zu gewinnen". Eine schnelle Lösung des Atomkonflikts sei also nicht zu erwarten. Es gehe aber auch "um eine wirtschaftliche Perspektive für die notleidende nordkoreanische Bevölkerung, um die Zusammenführung von Familien und eine Geste der Versöhnung am Beginn der olympischen Spiele". 

Gerade deshalb sollten Europa und Deutschland die Gesprächsbereitschaft der südkoreanischen Regierung begrüßen und unterstützen, erklärte der Bundestagsabgeordnete der Grünen.

afp

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