Nach den Razzien

Osmanen Germania: Wer genau steckt dahinter?

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Rockergruppe "Osmanen"

Insgesamt drei Bundesländer starteten heute Durchsuchungen gegen die Rocker-Gruppierung Osmanen Germania. Aber wer steckt hinter dem Verein, der offiziell nur ein Boxclub sein will?

Kassel - Die Razzien fanden in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen statt. Gefunden wurden unter anderem Waffen, Kutten und Geld. Die Osmanen Germania werden vom Bundesinnenministerium als gefährlich eingeschätzt. Das beweisen nicht nur die Razzien: Das Ministerium ist laut Pressemitteilung überzeugt, dass der eigentliche Zweck der Gruppierung in der gewalttätigen Gebiets- und Machtentfaltung sowie in der Behauptung gegenüber konkurrierenden Gruppierungen liegt. Zudem wird vermutet, dass die Gruppe gegen Strafgesetze verstößt. Das Innenministerium von Nordrhein-Westfalen geht beispielsweise davon aus, dass die Rocker Verbindungen zur türkischen Partei AKP und Staatschef Erdogan haben.

Die Mitglieder werden seit der Gründung im Jahr 2015 immer wieder mit für das Milleu typischen Straftaten in Verbindung gebracht. Dazu gehören Körperverletzung, Drogengeschäfte und Waffenhandel. Insgesamt soll die Vereinigung heute rund 300 Mitglieder haben - genaue Zahlen gibt es nicht. Sie sind in kleinere Untergruppen (Chapter) organisiert. Die Struktur erinnert stark an Rockergruppen wie die der Hells Angels.

Mehr über die Vorwürfe gegen die „Osmanen Germania“, ihre Strukturen und Gründer erfahren Sie in diesem Text auf hna.de*.

dob/fn

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