Offiziell nicht bestätigt

Mysteriöser Besucher aus Nordkorea - Ist Kim Jong Un in Peking?

Ein hochrangiger Besucher aus Nordkorea hält sich nach einem Bericht der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo in Peking auf. Von wem ist hier die Rede?

Peking - Es könnte sich bei den mysteriösen Besucher um Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un handeln, sagten informierte Kreise dem Bericht zufolge vom Montag. Ein Sonderzug sei am Sonntag über die chinesische Grenzstadt Dandong gekommen. Der Besuch diene dazu, die Beziehungen zwischen beiden Ländern zu verbessern, hieß es.

Ob es sich bei dem geheimnisvollen Besucher tatsächlich um Kim Jong Un handelt, konnte nicht bestätigt werden. Chinas Außenamtssprecherin Hua Chunying sagte nur, ihr lägen keine Informationen dazu vor. Im Internet kursierte ein Video von einem Konvoi mit einer Motorrad-Garde vom Bahnhof in Peking, der streng mit Soldaten und Polizisten gesichert war. 

Eine offizielle Bestätigung lässt noch immer auf sich warten

Auch gab es Fotos von einer Ehrengarde am Bahnsteig. Der Ursprung der Aufnahmen konnte nicht geklärt werden.

Eine Mitarbeiterin des Bahnhofs von Dandong wollte auf Nachfrage nicht bestätigen, dass ein Sonderzug vorbeigekommen sei. Doch gab es Berichte, dass ein besonderer nordkoreanischer Zug gesichtet worden sei, wie ihn hohe Beamten aus Nordkorea benutzten. Auch habe es besondere Sicherheitsvorkehrungen am Bahnhof von Dandong gegeben.

Darum wäre sein Besuch eine solche Sensation

Das Verhältnis zwischen China und Nordkorea ist wegen des nordkoreanischen Atomwaffen-und Raketenprogramms angespannt. Peking setzt die im Weltsicherheitsrat beschlossenen Sanktionen der Vereinten Nationen gegen seinen Nachbarn verstärkt um. Mit seiner überraschenden Annäherung an Südkorea seit Jahresanfang hat Nordkoreas Machthaber im April und Mai jeweils mögliche Gipfel mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In sowie mit US-Präsident Donald Trump ins Auge gefasst.

Seit seiner Machtübernahme 2011 hat Kim Jong Un das Land nicht verlassen. Sein Vater Kim Jong Il hatte China 2010 und 2011 ähnlich mit einem Sonderzug besucht, weil er Angst vom Fliegen hatte. Damals wurden die Besuche bis zu seiner Rückkehr offiziell nicht bestätigt.

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dpa

Rubriklistenbild: © dpa picture alliance / Wong Maye-E/A / Wong Maye-E

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