Blutbad in USA

Millionär, Zocker, Einzelgänger: Das rätselhafte Leben des Killers von Las Vegas

Stephen Paddock richtete in Las Vegas das größte Amoklauf-Blutbad in der Geschichte der USA an. Jetzt werden Details über seinen Lebensstils bekannt- zwischen Glücksspiel, Luxussuiten und Privatjets.

Laut seines Bruder Eric soll der pensionierte Buchhalter Stephen Paddock, der am Sonntag ein Blutbad in Las Vegas anrichtete, ein Vermögen von mehr als zwei Millionen Dollar besessen haben. Dieses hätte er durch Immobilien-Investments erworben. 

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Paddock soll Häuser und Grundstücke in den Bundesstaaten Florida, Kalifornien, Texas und Nevada sowie zwei private Flugzeuge besessen haben. Er verreiste so viel, dass ihm mehrere Millionen an Bonus-Meilen diverser Airlines zur freien Verfügung standen. 

Seine größte Leidenschaft war das Glücksspiel

Wenn er seiner größten Leidenschaft, dem Glücksspiel, nachging, setzte er oft Zehntausende von Dollar auf einmal. Sein Bruder Eric: „Zocken war wie ein Job für ihn. Und selbst wenn er eine Million Dollar verloren hätte, hätte er noch immer genug Geld zum Leben gehabt. Er hat mal vier Monate am Stück in einer Hotelsuite gewohnt.“ Und das, obwohl er nicht weit von Las Vegas entfernt ein 400.000 Dollar teures Haus in der Kleinstadt Mesquite besaß.

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Die Hotels ließen Paddock auch umsonst in ihren Suiten wohnen. Eric Paddock: “Einmal hat er für unsere ganze Familie das oberste Stockwerk des Atlantis Hotels in Reno gemietet. Gezahlt hat das das Casino. Er hat dann sogar bei dem Aufenthalt ein Auto am einarmigen Banditen gewonnen“, so der Bruder.

Seinen Reichtum stellte er nicht zur Schau

Donald Judy, der neben dem Haus von Paddock in Cocoa Beach (Florida) lebt, ahnte nichts von dem Reichtum des Nachbarn: „Stephen hat niemals zu erkennen gegeben, dass er Geld hat. Er trug immer dieselben Khaki-Hosen und ein weißes Poloshirt und fuhr einen kleinen Mietwagen.“

Paddock war laut den Behörden in Kalifornien zwischen 1985 und 1990 mit einer Frau namens Peggy Okamoto verheiratet. Seine aktuelle Freundin Marilou Danley hatte Paddock im Atlantis Casino in Reno kennen gelernt, wo diese als Hostess für die reichsten Zocker verantwortlich war. Danley hatte sich zur Tatzeit in Tokio aufgehalten. Sie wird von den Ermittlern nicht als Komplizin angesehen. 

„Er war sehr unfreundlich“

Diane McKay kannte Paddock und Danley aus Reno, wo die beiden bis Juli ebenfalls ein Haus besessen hatten. Die 79-Jährige: „Paddock war sehr unfreundlich und ein Einzelgänger.“ Das Paar hätte ständig die Rollos im Haus heruntergelassen und nie Gäste empfangen. An ein Ereignis erinnert sich McKay allerdings gut: „Ich bin gerade vorbeigefahren, als er seine Garage aufmachte. Darin stand ein Safe, der so groß war, wie ein riesiger Kühlschrank.”

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Dierk Sindermann/Video: Glomex

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