Gesprächsbedarf

Lufthansa und Konzernpiloten immer noch nicht einig

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Vor mehr als einem halben Jahr hatten die Parteien einen vorläufigen Schlussstrich unter den mit 14 Streikwellen härtesten Tarifkonflikt in der Geschichte der Lufthansa gezogen. Foto: Christoph Schmidt

Frankfurt/Main (dpa) - Da war Lufthansa-Chef Carsten Spohr etwas zu forsch: Aus dem von ihm für September angekündigten endgültigen Tarifkompromiss mit den Konzern-Piloten ist auch nach dem langen Einheitswochenende noch nichts geworden.

Man sei nach wie vor in Redaktionsgesprächen, teilten das Unternehmen und die Gewerkschaft "Vereinigung Cockpit" in Frankfurt übereinstimmend mit.

Zu dem extrem komplexen Tarifwerk gebe es noch letzte Abstimmungen, sagte ein Lufthansa-Sprecher. "Wir sind zu 99,5 Prozent fertig", erklärte VC-Sprecher Markus Wahl. Einen konkreten Termin nannten beide nicht.

Vor mehr als einem halben Jahr hatten die Parteien einen vorläufigen Schlussstrich unter den mit 14 Streikwellen härtesten Tarifkonflikt in der Geschichte der Lufthansa gezogen. Den im März veröffentlichten Eckpunkten zufolge sollen die rund 5400 nach Konzerntarif bezahlten Piloten im Schnitt zwei Jahre später in den Vorruhestand wechseln und selbst das Zinsrisiko bei ihrer Betriebsrente tragen. Zudem wurden Gehaltssteigerungen bis zum Jahr 2022 und Neueinstellungen vereinbart.

Der Konzerntarifvertrag gilt für die Kerngesellschaft Lufthansa, die Lufthansa Cargo sowie einige Alt-Piloten der Germanwings. Sie sind besser gestellt als die Flugzeugführer bei anderen Gesellschaften des Lufthansa-Konzerns wie Eurowings oder Austrian, für die andere Tarifverträge gelten.

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