„Kein Anlass für Rücktritte“

Linken-Spitzenleute wollen weitermachen

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Die Spitzenkandidaten der Linken  Sahra Wagenknecht (r.) and Dietmar Bartsch (l.) sehen keinen Anlass zu Rücktritten.

Die Führungsriege der Linken will voraussichtlich nach der Bundestagswahl in unveränderter Aufstellung weitermachen. Es gäbe „keinen Anlass“ für unmittelbare Rücktritte, sagte Sarah Wagenknecht.

Berlin - Parteichefin Katja Kipping wies am Montag in Berlin Gerüchte zurück, sie strebe den Fraktionsvorsitz an: „Dieses Gerücht entbehrt jeder Grundlage.“ Dass es gestreut worden sei, sei wohl einer „Begeisterung für Schlammcatchen zwischen Frauen“ geschuldet. Kipping und Fraktionschefin Sahra Wagenknecht wird Rivalität nachgesagt.

Wagenknecht sagte, die Fraktionsspitze werde Mitte Oktober gewählt. „Für unmittelbare Rücktritte gibt es bei diesem Ergebnis, das wir erreicht haben, keinen Anlass.“ Auf die Frage, ob sie wieder antrete, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur: „Es spricht aus jetziger Sicht nicht viel dagegen.“ Co-Fraktionschef Dietmar Bartsch, mit dem Wagenknecht das Spitzenduo im Wahlkampf bildete, hielt sich auf Nachfrage zwar bedeckt. Erwartet wird, dass auch er wieder antritt.

Die Linke verbesserte bei der Wahl ihr Ergebnis um 0,6 Punkte auf 9,2 Prozent. Parteichef Bernd Riexinger sagte: „Wenn man Wahlen gewinnt, muss man sich nicht personellen Diskussionen aussetzen.“

Unterstützung bekamen Wagenknecht und Bartsch aus der Fraktion. „Ohne ihren unermüdlichen Einsatz, ihre Präsenz und Ausstrahlung hätten wir ganz sicher nicht so gut abgeschnitten“, sagte Fraktionsvize Jan Korte. Fraktionsvize Heike Hänsel wünschte sich die beiden erneut an die Spitze.

Die Linke kündigte einen klaren Oppositionskurs gegen eine neue Regierung und klare Kante gegen die AfD an. „Wir werden die soziale Opposition sein, ohne Wenn und Aber“, sagte Bartsch. Die Linke werde Konzepte entwickeln, „die dann alternativ zu einer Jamaika-Koalition oder was auch immer stehen“. Riexinger kündigte an: „Die AfD muss wissen: In uns findet sie den härtesten Gegner.“

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dpa

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