Lob für Beteiligung der SPD-Basis

„Nicht besonders schrill“: Lindner definiert Oppositionsrolle der FDP

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Christian Lindner zum SPD-Mitgliederentscheid

Vor dem Hintergrund der Oppositionsführerschaft der AfD setzt FDP-Chef Christian Lindner auf ein seriöses Auftreten seiner Partei im Bundestag.

Berlin - "Wir treten nicht in einen Wettbewerb ein, besonders schrill zu sein", sagte Lindner am Montag in Berlin. Die FDP-Fraktion werde "innovativ in der Sache" vorgehen und "bei wesentlichen Fragen ganz konkrete Vorstellungen ins Parlament einbringen".

Noch in diesem Frühjahr will die FDP-Fraktion demnach einen Strategieprozess abschließen, bei dem der Rahmen für eine "smarte Oppositionsarbeit" ausgearbeitet werden soll. Dazu seien zwei Klausurtagungen geplant, die Ergebnisse sollen in einem Papier festgehalten werden.

FDP hat die viertmeisten Sitze im Parlament

Nach der Bekanntgabe der Zustimmung der SPD-Mitglieder zur großen Koalition am Sonntag ist der Weg frei für eine neue Regierung von Union und Sozialdemokraten unter Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Alle Informationen erhalten Sie in unserem News-Ticker.

Der AfD fällt als drittstärkster Kraft im Bundestag die Rolle der Oppositionsführerin zu. Die FDP hat die viertmeisten Sitze im Parlament, vor Linken und Grünen.

Lindner sagte, der Ausgang des SPD-Mitgliedervotums sei "nicht überraschend". Ausdrücklich lobte er die Basisbeteiligung bei den Sozialdemokraten als "richtungsweisend". Die FDP habe ebenfalls über Regierungseintritte in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr ihre Mitglieder befragt. Das werde "das Muster" auch für künftig mögliche Koalitionen der FDP auf Bundesebene sein, sagte Lindner.

afp

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