Weiterer Ärger scheint vorprogrammiert 

Katalonien: Separatisten schlagen Ersatz-Kandidaten in U-Haft vor

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Der katalanische Parlamentspräsident Roger Torrent. 

Der katalanische Parlamentspräsident Roger Torrent hat den früheren Chef einer separatistischen Bürgerbewegung als Kandidaten für das Amt des Regionalpräsidenten vorgeschlagen. 

Barcelona - Dies berichteten spanische Medien am Montagabend. Die eingefahrene politische Situation in der Krisenregion wird sich dadurch jedoch wohl kaum entspannen: Sánchez sitzt seit mehr als vier Monaten im Gefängnis - die Justiz wirft ihm „umstürzlerisches Verhalten“ vor. Ein Datum für die Parlamentsdebatte über die Kandidatur nannte Torrent nicht.

Ex-Regionalpräsident Carles Puigdemont, der sich nach Brüssel abgesetzt hat, hatte bereits vor wenigen Tagen erklärt, er selbst werde auf das Amt verzichten und eine Kandidatur von Sánchez (53) unterstützen. Die Zentralregierung in Madrid hatte daraufhin erklärt, sie lehne den Kandidaten ebenso ab wie zuvor Puigdemont, der sich vor Wochen von Brüssel aus ins Amt wählen lassen wollte. 

Bei dem offiziell nominierten Kandidaten handelt es sich um Jordi Sánchez, dem früheren Chef der ANC

Das Verfassungsgericht hatte damals deutlich gemacht, dass der Bewerber um das Amt des Regionalchefs persönlich im Parlament in Barcelona erscheinen muss. Auch werde der in U-Haft sitzende Sánchez nicht von der linksradikalen Partei CUP unterstützt, so dass er im Parlament nicht auf eine Mehrheit der Stimmen komme, schrieb die Zeitung „El Mundo“.

Nach einem von der Justiz verbotenen Unabhängigkeitsreferendum im Herbst war Puigdemont abgesetzt worden. Bei einer Neuwahl im Dezember hatten die separatistischen Parteien aber erneut die Mehrheit erzielt.

dpa

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