„Politik in eigener Sache“

JuSo-Chef Kühnert sieht hinter Islam-Äußerungen der CSU „Kampagnenstrategie“

+
Kevin Kühnert.

Der Vorsitzende der SPD-Jugendorganisation, Kevin Kühnert, sieht hinter den CSU-Äußerungen zum Islam eine „Kampagnenstrategie“.

„Während die politische Linke derzeit über die Zukunft der Grundsicherung diskutiert, betreibt das neue Heimatministerium von der Spitze her Politik in eigener Sache“, schrieb der Juso-Chef in einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt“ (Dienstag). Kühnert bezog sich dabei auf Äußerungen des CSU-Vorsitzenden und Bundesinnenministers Horst Seehofer, wonach der Islam nicht zu Deutschland gehöre. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir für dieses Spiel bis zur bayerischen Landtagswahl im Herbst immer wieder alle in Mithaftung genommen werden“, so Kühnert.

Auch interessiert: Neues Sprengpotenzial: Schäuble knöpft sich Seehofer vor

In Bayern wird am 14. Oktober ein neuer Landtag gewählt. Kanzlerin Angela Merkel war auf Distanz zu dem Satz Seehofers gegangen. In der CDU-Spitze um Merkel wird befürchtet, dass die CSU mindestens bis zu der Abstimmung im Herbst ihren Kurs beibehalten wird. In Deutschland leben rund 4,5 Millionen Muslime. Seehofer hatte betont, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, aber hier lebende Muslime gehörten „selbstverständlich“ dazu.

Lesen Sie auch: Islam-Debatte spaltet Union: Dobrindt mit harscher Kritik an Merkel

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare