Jahresrückblick

Kohl-Sohn bei Günther Jauch: Ist seine Stiefmutter ein rotes Tuch?

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Walter Kohl war am Sonntag im RTL-Jahresrückblick von Günther Jauch zu Gast.

Walter Kohl war am Sonntag im RTL-Jahresrückblick von Günther Jauch zu Gast. Als es um seine Stiefmutter Maike Kohl-Richter ging, blockte er ab.

„Mein Name ist Walter Kohl und in diesem Jahr ist mein Vater gestorben.“ So stellte sich der Sohn von Helmut Kohl im Einspieler für den Jauch-Jahresrückblick „Menschen, Bilder,Emotionen“ vor. Manchem RTL-Zuschauer musste offenbar zunächst erklärt werden, wer Helmut Kohl war und was dieser Mann da mit ihm zu tun hatte.

Unübersehbar brannte Günther Jauch ein Thema unter den Nägeln: Das Verhältnis von Walter Kohl zu seiner Stiefmutter Maike Kohl-Richter. Nach dem Tod seines Vater war der Streit zwischen Walter Kohl und Maike Kohl-Richter eskaliert. Begleitet von seinem Sohn und der Tochter seines Bruders versuchte Walter Kohl drei Tage nach dem Tod des Altkanzlers mit seinen Kindern vergeblich, in sein Elternhaus in Ludwigshafen zu gelangen. Er wurde nach eigenen Angaben von der Polizei auf ein Hausverbot hingewiesen. Vor Journalisten erklärte Walter Kohl anschließend: „Mich empört das pietätlose Verhalten von Maike Kohl-Richter.“

RTL-Jahresrückblick: Das sagte Walter Kohl

Im RTL-Jahresrückblick sagte Walter Kohl über seinen verstorbenen Vater: „Unser Verhältnis war in den letzten Jahren sicher nicht einfach, es war auch von Fremdeinflüssen geprägt.“ Den Namen Maike Kohl-Richter sprach er in diesem Zusammenhang nicht aus.

Günther Jauch brannte das Verhältnis zwischen Walter Kohl und seiner Stiefmutter offensichtlich unter den Nägeln. Auf das Hausverbot angesprochen, sagte der Kohl-Sohn: „Dieses Hausverbot ist ausgesprochen worden von jemandem, der im Haus war. Ich habe die Vermutung, dass es Maike war.“ Allerdings sei das Thema für ihn mittlerweile „Schnee von gestern“. 

Ernsthaft? Günther Jauch machte einen neuen Versuch: „War er zuletzt eher fremdbestimmt?“ Auch auf diese Frage gab Walter Kohl eine eher karge Antwort: „Mein Vater ist seit sechs Monaten tot. Ich weiß nur, dass es eine abrupte Verhaltensänderung gab. Auch gegenüber Menschen, die ihm teilweise 40 Jahre gedient haben.“ Ecki Seeber, Kohls ehemaliger Fahrer, sei so ein Beispiel. 

Und dann versuchte Günther Jauch es nochmals indirekt. Das Bundesarchiv würde bekanntlich gerne wissen, ob im Haus des verstorbenen Altkanzlers in Ludwigshafen noch amtliche Akten aufbewahrt werden. Auf die hat das Bundesarchiv nämlich einen Anspruch. Wie die Behörde kürzlich mitteilte, reagierte Maike Kohl-Richter noch immer nicht auf ein Schreiben vom 21. Juni. Auch hier fiel die Antwort Walter Kohls recht Allgemeingültig aus. „Ich glaube, es ist sehr wichtig, dass die Wissenschaft und die Menschen Zugang zu diesen Akten haben.“ Wer würde es auch anders sehen?

Mittlerweile hatte jeder RTL-Zuschauer kapiert: Walter Kohl hat nicht die geringste Lust, über seine Stiefmutter zu sprechen. 

fro

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