Nach Beschuss von Grenzstadt

Israel fliegt Luftangriffe in Gaza

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Zehntausende Palästinenser haben am 14. Mai am Grenzzaun zwischen Israel und dem Gazastreifen gegen die jahrelange Blockade des verarmten Küstenstreifens durch Israel und Ägypten protestiert. Foto: Wissam Nassar

Die Armee bezeichnete die Luftangriffe als Reaktion auf schweres Maschinengewehrfeuer auf die israelische Ortschaft Sderot an der Grenze zum Gazastreifen. Zuvor hatte ein israelischer Panzer eine Hamas-Einrichtung beschossen.

Tel Aviv (dpa) - Nach Beschuss einer israelischen Grenzstadt hat Israels Militär in der heutigen Nacht mehrere Luftangriffe auf Ziele im Gazastreifen geflogen. Ziel seien Einrichtungen der radikalislamischen Hamas gewesen, teilten die Streitkräfte über Twitter mit.

Getroffen wurden demnach mehrere Gebäude, Infrastruktur in einem Hamas-Militärkomplex und eine Waffenproduktionsstätte. Nach Angaben des örtlichen Gesundheitsministeriums wurde bei den Angriffen ein Mensch verletzt.

Am Montag hatten israelische Soldaten 60 Palästinenser am Grenzzaun zwischen Israel und dem Gazastreifen getötet. Die meisten davon waren Mitglieder der von Israel, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuften Palästinenserbewegung Hamas. Zehntausende Palästinenser hatten dort gegen die jahrelange Blockade des verarmten Küstenstreifens durch Israel und Ägypten protestiert sowie gegen die Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem. Zahlreiche Palästinenser versuchten auch, den Grenzzaun zu durchbrechen und israelische Soldaten anzugreifen. Das Vorgehen der israelischen Armee löste international scharfe Kritik aus.

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