Deutschland, Großbritannien und Frankreich

Iran-Atomdeal: USA wollen Europäer von Nachverhandlungen überzeugen

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Donald Trump will Nachverhandlungen mit dem Iran.

Im Streit um die Zukunft des Atomabkommens mit dem Iran versuchen die USA, neben Deutschland auch Großbritannien und Frankreich für Nachverhandlungen zu gewinnen.

Wien - Ziel von US-Präsident Donald Trump sei es, die drei Länder bis zum 12. Mai an Bord zu holen, sagte der US-Gesandte Brian Hook am Freitag nach Gesprächen von Vertretern des Irans, der fünf UN-Vetomächte und Deutschlands in Wien. Der 12. Mai gilt als mögliche Frist für die Wiedereinführung von US-Sanktionen gegen den Iran - dies könnte das Ende des Abkommen bedeuten.

Das Atomabkommen mit dem Iran wurde 2015 von den USA, China, Russland, Frankreich, Großbritannien und Deutschland ausgehandelt. Der Iran verpflichtet sich darin, für mindestens ein Jahrzehnt wesentliche Teile seines Atomprogramms drastisch zu beschränken, um keine Atomwaffe bauen zu können. Im Gegenzug wurden die Sanktionen gegen Teheran aufgehoben und eine Normalisierung der Wirtschaftsbeziehungen mit dem Westen in Aussicht gestellt.

Außenminister Pompeo unterstützt Trumps harte Linie 

US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt betont, er wolle entweder einen kompletten Ausstieg aus dem Deal oder dessen Überarbeitung im Rahmen von Neuverhandlungen. Anders als der bisherige Außenminister Rex Tillerson liegt sein Nachfolger Mike Pompeo diesbezüglich ganz auf Trumps harter Linie.

Der Iran jedoch ist dagegen. Teheran droht in dem Fall sogar, aus dem Deal auszusteigen und sein Atomprogramm ohne die im Abkommen vorgesehenen Einschränkungen wieder aufzunehmen.

Irans Vizeaußenminister Abbas Araghchi zeigte sich nach den Gesprächen am Freitag zufrieden. Positiv sei gewesen, dass „sowohl das EU-Trio als auch Russland und China für die Umsetzung des Abkommens“ eingetreten seien und dies auch von den USA gefordert hätten, sagte er iranischen Medien.

dpa

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