Internet-Petition nach Hartz-IV-Aussagen

„Werde mich nicht auf Plattitüden einlassen“: Spahn-Kritikerin droht Minister

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Jens Spahn am Montagabend bei „Hart aber fair“.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist schon seit einigen Tagen wegen seiner Äußerungen zu Hartz IV im Gespräch. Jetzt will er sich mit einer Hartz-IV-Empfängerin treffen. 

Karlsruhe - Im Streit um die umstrittenen Hartz-IV-Aussagen von Jens Spahn (CDU) erwartet die Initiatorin einer Internet-Petition konkrete Ergebnisse vom geplanten Treffen mit dem Bundesgesundheitsminister. „Ich werde mich nicht auf Plattitüden einlassen“, sagte Sandra S. aus Karlsruhe am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. In Deutschland klaffe die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander.

„Das muss aufhören und eine Umverteilung stattfinden“, befand die alleinerziehende Mutter. Hartz IV stigmatisiere Menschen. „Das sollte man beseitigen.“ Einen Termin für das Treffen mit Spahn gebe es noch nicht. „Aber ich forciere das. Ich möchte das nicht auf die lange Bank schieben“, sagte die 40-Jährige. Angedacht sei derzeit April.

Bundesgesundheitsminister in der Kritik

Spahn war etwa für die Aussage kritisiert worden, Hartz IV bedeute „nicht Armut“, sondern sei die Antwort der Solidargemeinschaft auf Armut. Die Frau hatte danach auf dem Portal „change.org“ die Petition „Herr Spahn, leben Sie für einen Monat vom Hartz IV-Grundregelsatz!“ gestartet, die bisher mehr als 155 000 Unterstützer gefunden hat.

Der CDU-Politiker habe das Treffen bei einem überraschenden Telefonat vorgeschlagen, sagte die gelernte Bürokauffrau. „Ich finde toll, dass er sich gemeldet hat. Damit habe ich nicht gerechnet. Es ist schon ein Teilerfolg, dass er sich darüber unterhält.“

Spahn zu Gast bei „Hart aber fair“

Spahn hatte am Montagabend in der ARD-Sendung „Hart aber fair“ Bezug auf das geplante Gespräch genommen. Das A und O jeder guten Diskussion sei auch der Versuch, „ein gegenseitiges Verständnis zu entwickeln, aber vor allem, sich auch gegenseitig zu unterstellen, dass auch der andere im Zweifel erstmal das Gute will“, sagte er.

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dpa

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