Ersatzteil-Mangel

Initiative klagt: Hersteller wollen Geräte nicht reparieren lassen

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Elektroschrott

Ist was kaputt - kauf es neu! Gegen diesen Grundsatz will sich nun eine Initiative stellen. In der Praxis gibt es aber offenbar so einige Hürden, defekte Geräte zu reparieren.

Berlin - Umweltverbände, Verbraucherschützer und Vertreter aus dem Handwerk haben die Elektronikbranche zu einem bewussteren Umgang mit Ressourcen aufgefordert. Anlässlich der IFA in Berlin kritisierte der „Runde Tisch Reparatur“, dass viele Hersteller die Auslieferung von Ersatzteilen verweigerten. „Sehr viele Verbraucher wollen kaputte Geräte reparieren, anstatt sie sofort auszutauschen“, sagte Christine Ax, Sprecherin der Initiative.

Zahlreiche namhafte Unternehmen stemmen sich demnach gegen die Bereitstellung von Austauschmodulen. „Wegen ihrer restriktiven Ersatzteilpolitik ist die Reparatur in vielen Fällen nur noch bei den herstellereigenen Werkstätten möglich. Dort wird dann oft gar nicht repariert, sondern ausgetauscht“, sagte Ax. Unterstützer der Initiative sind unter anderem der Bundesverband Verbraucherzentralen, die Deutsche Umwelthilfe oder der Verband Kommunaler Unternehmen.

Es gibt aber auch positive Beispiele in der Elektronikbranche: So setzen Unternehmen wie Puzzlephone oder Fairphone auf langlebige Smartphones. So können beim Fairphone 2 kaputte Teile leicht ausgetauscht werden. Darüber hinaus lassen sich die Kameras der Gerätes inzwischen sogar mit moderneren Modulen upgraden.

dpa

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