Debatte um Corona-Regeln

Streit um Homeoffice-Pflicht: Darum bleiben die Büros offen

Ein Laptop, Bildschirm und Kopfhörer liegen für die Arbeit im Home Office während der Corona-Pandemie bereit.
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Ein Laptop, Bildschirm und Kopfhörer liegen für die Arbeit im Home Office während der Corona-Pandemie bereit.

Während das öffentliche Leben in weiten Teilen eingeschränkt wurde, dürfen Berufstätige weiterhin ins Büro. Jetzt werden Forderungen nach einer Homeoffice-Pflicht laut.

Hamburg – Der Corona-Lockdown hat Deutschland wieder fest im Griff. Das öffentliche Leben kommt nahezu vollständig zum Erliegen. Restaurants und Bars durften bereits seit November keine Gäste mehr bewirten, Schulen und Kitas sind weitestgehend geschlossen und nur Läden mit Waren des täglichen Bedarfs dürfen geöffnet haben. Außerdem darf sich nach der neusten Kontaktbeschränkung* nur noch mit einer einzigen Person eines fremden Haushalts getroffen werden. Doch es gibt eine Ausnahme. Wer im Büro arbeitet, darf dort weiterhin viele Kollegen treffen. Was aber bringt es, sich privat zu isolieren, wenn man dann im Büro auf eine Vielzahl von Kollegen trifft. Hamburgs Verbraucherschutzsenatorin Anna Gallina meint, dass die private Kontaktreduktion nicht viel bringen werde, sollten weiterhin viele Menschen ins Büro gehen. Daher appelliere der gesamte Senat noch einmal daran, sich an das Gebot „Wir bleiben Zuhause“ zu halten, sagte auch Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher.

Viele Politiker gehen aber noch einen Schritt weiter. Sie fordern von der Politik eine generelle Homeoffice-Pflicht*. So zum Beispiel der ehemalige Hamburger Justizsenator Till Steffen. Das erklärt er in einem Twitter-Post. Auch für die Grünen-Politikerin Ricarda Lang ergibt es keinen Sinn, warum die Büros von der Lockdown-Regel bisher befreit sind. Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard gab im Interview mit der Hamburger Morgenpost nun eine Erklärung dazu ab. Nicht jedes Zuhause sei für dauerhaftes Arbeiten geeignet, so die Hamburger Politikerin. Eine Erklärung, warum dann so viele Kinder gezwungen werden, von zu Hause zu lernen, erklärte die Senatorin nicht. * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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